Band 
Erster Band.
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Spazier, Jean Paul Richter.

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als er durch die Verbesserung seiner eigenen Verhältnisse sich mit derGesellschaft ausgesöhnt hatte. Ein großer, sa der größte Theil derSchilderungen in dieser Schrift sind aus Richter'ö eigener Jugendgenommen, und dasselbe kann auch von mehreren andern spätern Ro-manen gesagt werden. — Hier machte er endlich auch die nähereBekanntschaft mit einer Geliebten, die leicht ein ernsteres Verhältnißhätte zur Folge haben können. Aus einem zurückgelassenen Briefe ansie siebt man, daß die Geschichte der Vorrede zur zweiten Auflagedes „FixleinS" nur die weitere Ausarbeitung der in diesem Briesegegebenen Ansichten ist. Sie war, wie cS scheint, von gemeinemStande, aber eines bessern Looses werth. Ohne weitere geistige Bil-dung scheint sie, wie so viele andere in den kleinern Landstädten, bloßzur künftigen Hausfrau, oder auch nur zur ersten Hausmagd, heran-gewachsen zu seyn, und von dieser Bestimmung empört, bricht I. P.in folgende Aeußerungen auS: „Auch dein Frühling hat wenig Blumenund viele Wolken gehabt, und du bist, wie alle deine Schwestern,gleich den weichen Beeren, die von der rauhen Männerhand zugleichabgerissen und zerdrückt werden. Euer Herz hat nie etwas Besseresund Wärmeres gehabt als Blut, und euer Kopf nie höhere Träumeals die des Kissens, auf dem er liegt; eure duftenden Blumenblätterziehen sich nur zu geruchlosen Kelchblättern, zu bloßen Honiggesäßenfür den Mann zusammen, der von euch weder Herz noch Kops, son-dern nur rohe Arbeitssingcr, Läufersüße, Schweißtropfen und wundeArme haben will; für euch schrumpft der ganze weite Himmel zumSpinnhaus oder zrr Speck- und Hoszkammer zusammen; die Sonneist nur ein herunterhängender Stubenheitzer und der Mond eine Schu-sterSnachtkugel gewsrdcn; eure weichen Seelen werden in der Mor-genröthe dcö Lebens eingesenkt in das vermauerte Burgverließ derEhe, bis der Tod die entblätterte Pflanze mit den vielen eingedorrtenKnospen.wcgmähO u. f. — Die „unsichtbare Loge" fällt auch indieselbe Zeit, ein n der That unvollendet gebliebener Roman, in dessenselbstgcschaffenen Verwicklungen der Vers. am Ende selbst so verstricktworden zu seyn scheint, daß er den AuSgang aus dem Labyrinth nichtmehr finden konnt-. Richter schickte i. I. 1792 das Manuscriptdeö letzten Werkes an Moritz in Berlin (den bekannten Verfasserdes Anton Reiser, des Hartknopf und der Mythologie), der esvortrefflich fand, „noch über Göthe," wie er sagte, und ihm nichtnur, was bisher bei so vielen ähnlichen Sendungen nicht geschehenwar, eine freundliche Antwort, sondern auch die Versicherung der besten