Band 
Erster Band.
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Spazier, Jean Paul Richter.

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einem armen Bergmanne und einem reisenden Handwerksburschen einungewöhnliches Geschenk machen, daß er ihnen, nebst seinem gutenRath, noch etwas anderes geben konnte. Wie oft, heißt es, wer-den sie diesen Thaler aus ihrer Tasche ziehen und berechnen, welchevon den längst gehegten Wünschen sie zuerst befriedigen sollen. Wiefroh werden sie an den heutigen Tag denken und an den unerwarte-ten Thaler, und wohl auch einmal mehr als gewöhnlich an den Ge-ber alles Guten. — Solche Stellen sind charakteristisch, und es wärezu wünschen, daß wir ihrer mehrere von unserm Vers. aufgezeichnetfänden. Zu derselben Zeit sing er auch an, seine Fußreisen, die erwohl immer sehr liebte, mit einer besondern Vorliebe zu cultiviren.Sein „Firlein" ist beinahe ganz auf den Fußreisen von Hof nachBaireuth entstanden. DaS Leben, sagt er, schneidet sonst, wenn manimmer zu Hause hockt, zu tiefe Furchen in den Hohlweg der Alltäg-lichkeit: man muß daher zuweilen herauskommen, und nicht bloß wir,sondern die Erde selbst würde nicht so bei Kräften seyn, wenn sie sichnicht täglich Bewegung machte.

Nachdem er durch vier Jahre das Lehramt in Schwarzenbachverwaltet hatte, zog er im Frühling des Jahres 1794 wieder nachHof zurück, wo er bis in den Sommer 1796 mit seiner Mutterlebte. Moritz war schon früher gestorben, und die 300 Thaler,die ihm der Buchhändler Matzdorf für die vier Bände des HeSpe-ruS geboten hatte, mußten angenommen werden, da er und seine Fa-milie nicht in der Lage waren, auf bessere Zeiten länger warten zukönnen. Er gab auch hier mehreren Kindern in Hof Unterricht inden Elementen, und schrieb in den Nebenstunden seinen „QuintusFixlein," seine „biographischen Belustigungen" und seinen „Sieben-käö." Auch hatte er eine schon seit längerer Zeit sich erkorene, inHof wohnende Geliebte verloren, worüber sich viele SchmerzenSbriefein seinem Nachlasse vorfinden. Man sieht, daß das Mädchen dieInitiative deS Rückzugs ergriff, weil sie Tact genug hatte, zu bemer-ken, daß sie dem Dichter nur ein Geschöpf seiner Phantasie sey, einBlumenstrauß, den er eben so schnell wieder zerblättern würde, alser ihn gebunden hatte. Sie fand später unter den SchriftstellerinnenDeutschlands eine Stelle, da sie mehrere Romane geschrieben hatte.Ein Glücklicherer führte diese Braut nach Hause, und unser Dichterwar bereits wieder so kalt geworden, daß er selbst den Brautwerberfür jenen machen konnte. — Im Frühling 1795 lernte er dafür indem benachbarten Baireuth eine andere weibliche Gestalt kennen, die