Band 
Erster Band.
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Spazier, Jean Paul Richter.

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ihnen verübten „Kunststücke" nicht ebenfalls so umständlich mitgetheilthat, wie jene mit der Titanide und den zwei leuchtenden Kometen,die auf jenes hehre Weib mit den zwei großen Dingen nur gefolgtsind, da sie ihr doch eigentlich hätten vorangehen sollen. Ueberhauptscheint unö derselbe, bei seiner sonstigen liberalen Mittheilsamkeit, inBeziehung auf diese interessanten Gegenstände viel zu karg mit seinenLesern verfahren zu s.yn, wie denn schon auf dem nächstfolgendenBlatte wieder ein neuer Komet, Hermina genannt, erscheint, derzwar für uns nur ein tettscopischer ist, da er, in dichte Nebel ge-hüllt, in großer Ferne von uns vorübereilt, und auch von dem Vers.selbst nur mit einigen Worten abgefertigt wird, dem aber der bedeut-same Nachsatz folgt, „daß die mit ihr aufgeführten Scenen zu densckönsten geboren, und davon Zeugen, welchen außerordentlichen Gewinnder Dichter in Vermebrnng seiner tiefen Kenntnisse des weiblichenHerzens wieder von dem Umgänge mit den neuen Frauengestalten aufseiner Durchreise in Erlangen und in Nürnberg gezogen habe." —Wir geben gern zu, daß bei diesen wohl meistens nur gemüthlichenUnterhaltungen nichts Unlauteres vorgefallen sey, so sehr auch derSchein und die Darstellung dieser psychologischen Untersuchungen deSweiblichen Herzens den Leser, s lbst gegen seinen Willen, zuweilenauf solche Vermuthungen führen mag. Auch räumen wir willig ein,daß ein Dichter, besonders ein mit so reicher Phantasie ausgestatteterDichter, diese Gegenstände mit ganz andern Augen ansehen mag, alsandere Menschen. Allein die Nicbtdichter, also bei weitem der größereTheil, wird diese Ansicht und noch mehr die Veröffentlichung derselbenin einer Schrift sonderbar finden, die doch gewiß nicht auf den Tadeldes Mannes berechnet zu seyn scheint, so daß wir daher zum Vor-theile deö in so vielen Beziehungen liebenswürdigen und achtungS-werthen Mannes, wünschen möchten, daß Liese Digrcssionen, die dochnicht so gar nothwendig zur Charalteristik desselben gehören, liebergänzlich Übergängen worden wären.

Im Jabre 1798 zog er zum zweiten Male, nicht ohne heim-liches Widerstreben, nach Weimar, größtcntheilS um sich Herder'nmehr anzuschließen, durch und an welchem er sich für seinen Titanzu begeistern dachte. Er wurde auch dießmal von den übrigen Wei-marer Freunden gut, gegen seine Erwartung sehr gut, selbst vonGvthe, ausgenommen, und so beschloß er denn, seinen Platz hierfürimmer zu nehmen. Eine Quelle vielfältigen Verdrusses wurde fürihn die Frechheit mancher elender Schriftsteller und Buchhändler,