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Zweiter Band.
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Petzholdt's Geologie.

einen Eingang zu den uns bisher verborgenen Geheimnissen auszu-spähen. Da nun Streifzüge solcher Art in einem uns bisher so frem-den Lande offenbar mit desto größerer Hoffnung auf Erfolg unter-nommen werden, je mehr wir von diesem Lande allmälig kennen ler-nen, so wird eö nicht nur erlaubt, sondern selbst angemessen seyn,diese Züge von Zeit zu Zeit, wie sich unsere Kenntniß der Gegendvermehrt, zu wiederholen und zuzusehen, wie viel weiter wir, alsunsere Vorgänger, auf diesem Wege vorzudringen im Stande seynmögen, auch auf die Gefahr hin, gleich jenen, »»verrichteter Dingewieder zurückkommen zu müssen. Auch das ist schon eine Art vonGewinn, zu wissen, daß man von einer Sache eigentlich noch garnichts weiß, und eS gibt außer der Geologie, in jenem Sinne desWortes, noch gar manche andere Dinge in dieser besten aller Wel-ten, wo selbst die hellsten Geister mit dieser negativen, und allerdingsetwas subordinirtcn Weisheit bisher sich begnügen mußten, so daßalso auch unsere Geologen keinen weiteren Anstand nehmen werden,sich in das Unvermeidliche zu sügen.

Aus diesem Gesichtspunkte werden wir nun wohl auch die gegen-wärtige Auflösung deö Problems betrachten dürfen. Sie ist, wie derVerf. desselben selbst sagt, ein bloßer Versuch, einer der vielen Ver-suche mehr, dem Gegenstände, wenn auch nicht auf den Grund, dochimmer etwas näher zu kommen. Die meisten jener andern Versuche,setzt er hinzu, sind entweder bloße metaphysische Hypothesen, wie dieder alten Griechen und die unserer neuen deutschen Naturphilosophen,oder, wenn sie ja, wie sie sollen, von eigentlichen Beobachtungen aus-gehen, so nehmen sie doch auf die übrigen Zweige der Naturwissen-schaft, auf Astronomie, Physik, Chemie, Botanik, Zoologie, Minera-logie u. f. nicht Rücksicht genug, da sie doch mit denselben in voll-kommenem Einklänge stehen müssen, wenn sie überhaupt noch ausWahrheit irgend einen Anspruch machen wollen. Diese HülfSwissen-schaften der Geologie sind aber in den neuesten Zeiten so bedeutendvorgeschritten, daß es ihm wohl angemessen erscheint, mit diesen sosehr verbesserten und gleichsam ganz neuen Waffen wieder einmaleinen Angriff auf jene bisher unbezwingliche Feste zu wagen. Uebri-genS gibt der Verf. in dieser Schrift die Erzählung seines FeldzugeS,so streng und ernsthaft er ihn auch selbst ausgeführt haben mag, mehrim populären, oft selbst heiteren Tone nicht sowohl für die Adepten,als vielmehr für einen größeren Kreis von Lesern oder Zuhörern, diesich mit diesem wichtigen und interessanten Gegenstände erst durch ihn