Band 
Zweiter Band.
Seite
5
JPEG-Download
 

Petzholdt's Geologie.

5

näher bekannt machen wollen, und denen er daher manches wieder indas Gedächtniß zurückrufen muß, was er bei Anderen als schon ge-geben voraussetzen könnte.

Um zuerst eine Uebersicht des Inhaltes dieser Schrift, die wir,wie wir gern setzt schon gestehen, mit Vergnügen durchgelesen haben,zu geben, so enthält der eigentliche Vvrtrag nur 106 Seiten in 8'",dem aber ein Anhang von erläuternden Anmerkungen von 144 Seitenund einer Karte beigefügt ist. In jener ersten Abtheilung stellt P.vier verschiedene auf einanderfolgende Perioden der Erdbildung auf.Die erste Periode ist die der Entstehung der Erde aus einer weit-verbreiteten Nebelmassc nach Laplace's Hypothese. Die zweite be-spricht die aümälige Abkühlung der Erde und ihrer Atmosphäre, dieEntstehung einer festen Erdrinde und ihrer Bestandtheile, Erklärungder Urgebirge, Zerreißung der erstarrten Erdrinde an mehreren Stel-len, Hervorbrechen deS Granits und andere Bergbildungen. Diedritte Periode beginnt mit dem bei fortdauernder Abkühlung derAtmosphäre auü derselben erfolgten Niederschlage von tropsbarstüffigemWasser und von Säuren, aus deren Einwirkung aus das bereits fest-gewordene sowohl, als auch auf das noch glühend Flüssige der Erdeallmälig die Gesteinmaffen hervorgehen, eine Einwirkung, die auch setztnoch, obschon in mit der Zeit immer schwächerem Maße, fortwährensoll. Diese dritte Periode enthält zwei wesentlich verschiedene Ab-schnitte. In der ersten wird die Biloung deS See- und Steinsalzes,deS Gyps und Thons,, nebst dem ersten Auftreten der Thiere undPflanzen auf der Erde und im Wasser besprochen. Bei der fortwäh-renden Abkühlung der Erde und ihrer Atmosphäre versinken ganzeStrecken Landes unter dem Wasser und erheben sich andere aus derTiefe des Meeres. Nun folgt die Erzeugung deS Porphyr's, deSSerpentins, deö Basaltes und der Erzgänge; Bildung der verschiede-nen Klimate bei nun klar gewordener, der Sonne den Durchgangnicht mehr verweigernder Lust; Einfluß auf das Pflanzen- und Thier-reich, wie wir ihn setzt noch auö den fossilen Ueberresten derselbenerkennen u. f. In dem zweiten Abschnitte wird die noch weitere Ab-kühlung und dadurch bewirkte theilweise Zusammenziehung der erstarr-ten Erdrinde besprochen, in deren hohle Räume nun Wasser eindringt,und Vulkane und Erdbeben erzeugt. Entstehung der Trachyte, derWasserfluthen im größten Maaßstabe u. f. So wie das Ende deüersten Absatzes durch das Erlöschen der Plutonischen Thätigkeit, d. h.der unmittelbaren Einwirkung des noch feuerflüfsigen Kerns der Erde