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Zweiter Band.
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Petzholdt's Geologie.

des Kometen ausgemacht hatten, und die auch ihre ursprüngliche großeHitze beibehielten, eine Hitze, welche jener Komet bei seinem letztenDurchgänge durch sein Perihel von der Sonne erhalten hatte, unddie so groß gewesen seyn soll, daß sie, wie bei dem großen Kometendes Jahres 1680, nach Newton's Berechnung die Hitze unseresrothglühenden Eisens mehr als zweitausendmal übertraf. Um diesenKern herum lagerten sich zuerst die schwersten Massen, die sich ausder damals noch sehr großen und dichten Umhüllung der Erde abge-sondert hatten, und die mit ihrem Sturze abwärts zugleich eine MengeWasser aus jener Hülle mit sich hcrabrissen. Dadurch bildeten sichum jenen Kern zwei hohe concentrische Schichten, von denen die eine,dem Kerne nächste, aus jenen schwersten Materialien der ursprüng-lichen Erdhülle, übrigens auch noch, schon wegen jener großen Hitzedes Kerns, in flüssigem Zustande, und die andere aus eigentlichemWasser bestand. Ueber diesem Wasser aber schlug sich, aus denleichteren Materialien jener Urhülle, auö den eigentlich erdigen Ma-terialien derselben, eine erdige Kruste als ein neuer Niederschlug ineiner dritten concentrischen Schichte, um jenen Kern herum, die nungleichsam wie Korkholz auf dem Wasser schwamm, und die eigentlichefeste Oberfläche der Erde bildete. Nachdem sich auf diese Weise dieletzten gröberen Theile jener ursprünglichen Hülle gegen den Mittel-punkt der Erde herabgesenkt hatten, blieb über ihnen, das heißt überder eigentlichen obersten Erdkruste, nur mehr der leichteste, feinsteTheil jener Urhülle zurück, der eben seiner Leichtigkeit wegen nichtmehr abwärts strebte, und der seiner luftförmigen, durchsichtigen Ge-stalt wegen auch den Strahlen der Sonne zum ersten Male einenfreien Durchgang auf jene erdige Oberfläche deö früher in seinemInneren ganz finsteren Kometen gewährte, und dieß war jener großeAbschnitt der Schöpfungszeit, von dem es in der Genesis heißt:„ktat lux st kaeta est lux." Uebrigens wäre leicht einzusehen, daßbei dem letzten Niederschlage der eigentlich erdigen Substanzen ausder Urhülle, diese Materialien, da sie von verschiedener Dichtigkeitwaren, und auch nicht überall in gleicher Anzahl vorhanden seynkonnten, hier mehr, dort weniger präcipitirt worden sind, woraussich denn die verschiedenen Unebenheiten, die Berge und Thäler derErde, erklären, von welchen die letzten auch noch durch das Wasserangefüllt wurden, das auö jenen früheren Zelten in der Urhüllezurückgeblieben war, und sich erst später mit oder selbst nach demNiederschlage der erdigen Substanzen ebenfalls abwärts gezogen hatte.