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Zweiter Band.
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Petzholdt's Geologie.

Nachdem die Oberfläche der Erde auf diese Weise gehörig inOrdnung gebracht und vorbereitet war, um ein friedlicher Aufenthaltfür lebende Wesen zu seyn, überzog sie sich mit Pflanzen und Thierenaller Art, und endlich auch mit Menschen, die zuerst, wie Whifionauf das Genaueste nachweist, an der nordwestlichen Gränze des altenAssyriens, -in dem sogenannten Paradiese, entstanden, und sich vonda sehr schnell über die ganze Erde verbreiteten. Diese Erde waraber damals viel fruchtbarer, daö Leben der Menschen und Thiereviel länger, ihre Körper größer und kräftiger und ihr Charakter viellebhafter als fetzt, alles in Folge der großen Hitze des Centralfeuersdes KernS der Erde, das zu jener Zeit noch seine ganze Wirkungauch auf der Oberfläche derselben ausübte. Dadurch wuchsen beson-ders bei den Menschen die Leidenschaften und alle die Triebe, welchesie mit den Thieren gemein hatten, während sich ihre höheren gei-stigen Kräfte immer mehr verfinsterten, und die Erde, die früher eingroßes Paradies, der Wohnort der Unschuld und des Friedenö zuseyn schien, war nun der Tummelplatz von immerwährenden Kriegenund Lastern geworden. Diesem großen und allgemeinen Uebelstandekonnte nur auf eine gewaltsame Weise abgeholfen werden. Da erschienplötzlich im Jahre 2365 der Julianischen Periode (oder i. I. 2349vor Chr. G.) ein großer Komet, mit einem viele Millionen Meilenlangen und breiten Schweife, der mit einer ungeheuren Mengewässeriger Dünste angefüllt war. In diesen Schweif gerieth die Erde,»ach Whiston'S genauer Rechnung, am 18. September jenes Jahres,und nun strömte das Wasser desselben durch volle siebzig Tage soreichlich auf die Erde, daß dieselbe am Ende dieser Zeit, am 28stenNovember, bis aus die Spitze eines einzigen Berges ganz mit Wasserbedeckt war. Die Katastrophe soll von Moses mit den Worten:Lataractsö eoeli spertse sunt, angedeutet seyn. Als die Erde wiederaus dem Bereiche jenes unglückschwangeren Kometen heraustrat, ver-flossen noch achtzig andere Tage, bis das Wasser auf der Erdober-fläche sich wieder verlief, so daß die ganze Fluth 150 Tage gedauerthat, indem sie (llvnesls VII. 11) mit dem siebzehnten Tage deszweiten Monats angefangen, und (Oenesis VIII. 4) mit dem sieb-zehnten Tage des siebenten Monats geendet, also fünf Monate, jedenzu dreißig Tagen, gewährt hat. Indeß begnügt sich Whist on nichtmit dem Wasser, das die Etde mit ihrer Attractionskraft aus demKometen zieht, in dessen Schweif sie unglücklicher Weise eintauchenmußte, sondern er weiß auch noch nebst jener himmlischen Quelle eine