Band 
Zweiter Band.
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56 Sommerville, phys. Wissenschaften.

sam wie in einem Hohlspiegel, in der Bewegung deö Mondes so sehrvergrößert erblicken. Durch diese Störung ist die Ercentricität derErdbahn seit den frühesten Beobachtungen der Finsternisse, d. h. seitetwa 700 Jahren vor Chr. G., noch kaum um den tausendsten TheildeS Halbmessers der Erdbahn vermindert worden, wodurch die Mit-telpunktsgleichung der Sonne um acht Minuten verkleinert wurde.Allein die Länge deö Mondes um seine Bahn ist seit derselben Zeit«m 1 Grad 48 Minuten, und die seines Pertgeums sogar um7 Grad 12 Minuten durch dieselbe Störung verändert worden.

Die verschiedenen Erscheinungen der Finsternisse sind in demsel-ben fünften Abschnitte in ihren Hauptzügen gut dargestellt. Sonder-bar ist der S. 50 angeführte Grund für die Seltenheit der Bedeckun-gen der Planeten unter einander. „Diese Erscheinungen," heißt eS,„kommen deßwegen sehr selten vor, weil alle Planeten, oder dochein Theil von ihnen, sehr selten in Conjunction mit einander ge-sehen werden." DaS heißt doch wohl nur: „sie sind selten, weil sieselten sind." — Interessant ist der Zusatz, daß nach Lalande's Berech-nung (wo hat er diese mitgetheilt?) eine gleichzeitige Conjunctiv«der sechs älteren Planeten erst alle 17 Billionen Jahre sich wieder-holen soll. — Der Schluß dieses Abschnittes kann wieder als einwahres Muster von auf einen Haufen regellos zusammengeworfenenSätzen gelten, wodurch dem Anfänger wenigstens alle klare Einsichtund Uebersicht beinahe unmöglich gemacht wird. Nicht viel bessergeht eS wieder mit dem nächstfolgenden sechsten Abschnitte über die Ge-stalt der Erde und die verschiedene Wirkung der Ccntralkrast der Erdeund der Centrifugalkraft, die aus der Rotation derselben entsteht, wowieder der Andrang von scheinbarer Gelehrsamkeit der Klarheit derDarstellung auf jeder Seite feindlich entgegentritt. Wie aus denDurchgängen der Venus von der Sonne die Parallaxe der letzterenmit so großer Schärfe bestimmt werden kann, wird mit keinemWorte nachgewiesen, so wichtig und leicht darstellbar auch dieser Ge-genstand gewesen wäre.

Interessanter wird der Vortrag mit dem vierzehnten Abschnitte,wo sich die Vers. den eigentlich physischen Gegenständen nähert,und zuerst die kleinsten Theile oder die Atome der Körper betrachtet.Nach ihr bestehen alle Körper aus solchen Atomen, deren Entfernun-gen unter einander so klein sind, daß sie, diese Entfernungen, unsnoch durch kein Mittel, das der menschliche Scharfsinn bisher entdeckthat, sichtbar geworden find, und demungeachtet finden wir uns gezwun-