Band 
Zweiter Band.
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Sommerville, phys. Wissenschaften.

^u zeigen, als den Leser warhaft zu unterrichten. Wir wollen hiernur einiges davon kurz anführen. — Wenn man ein Platinblech mitsehr reinen Oberflächen einem mit atmosphärischer Lust vermischtenStrome von Wasserstoffgas aussetzt, so verbinde» sich die in diesemStrome vorhandenen Gase (Wasserstoff und Sauerstoff) und bildenWasser auf dem Platin; das letzte wird bald darauf rothglühend, undendlich findet eine Explosion statt. Nach Dvbereiner, der dieseEntdeckung im I. 1823 gemacht hat, soll das Platin, durch seinegroße Anziehungskraft, die kleinsten Thcilchen der beiden Gase nachseiner Oberfläche hinziehen, und dadurch diese Theilchen einander sonahe bringen, daß sie innerhalb der Sphäre ihrer gegenseitige» Affi-nität gelangen, und daher auch eine eigentliche chemische Verbindungunter einander eingehen. — Bei flüssigen und gasförmigen Körpernsind wir schon gewohnt, eine große Aenderung des Zusammenhangesihrer Theile durch die Einwirkung der Temperatur zu erwarten. Inden neuesten Zeiten hat man aber auch, waö man weniger erwartete,bei den festen Körpern ähnliche Veränderungen entdeckt. Mitscher-lich hat schwefelsauren Nickel (dessen Krystalle bekanntlich prismatischsind) in einem verschlossenen Gefäße bloß den gewöhnlichen Sonnen-strahlen ausgesetzt, und seine innere Struktur dadurch so verändertgefunden, daß er nun, wie man bei dem AuSeinanderbrechen des Nickelssah, aus ganz anderen Krystallen, nämlich aus Oktaedern mit qua-dratischer Grundfläche bestand, obschon man an dem Aeußern diesesKörpers keine auffallende Aenderung bemerkte. Dieselbe totale Aen-derung der Krystalle bemerkte man auch bei dem Zink durch bloßeSonnmwärme, so wie bei der schwefelsauren Magnesia, wenn sie inAlkohol gekocht wird. Eine so große Veränderung, eine so ausge-dehnte Bewegung in dem Innern, nicht der luftförmigen oder tropf-baren, sondern selbst der festen Körper, und zwar schon durch diebloße Sonnenwärme, konnten wir noch vor wenigen Jahren nicht ein-mal ahnen. Daß die Elemente dieser festen Körper durch großeKälte oder durch heftigen Druck aneinander näher gebracht werden,war unö bekannt, so wie, daß sie durch eine sehr hohe Temperaturgeschmolzen, also in den tropfbaren und endlich sogar in den gasför-migen Zustand versetzt werden können, aber keiner von uns hätte er-wartet, daß auch schon daS bloße Aussetzen dieser Körper an das Son-nenlicht die relativen Lagen und Gestalten ihrer Elemente und die Artihrer innern Zusammenfügung so gänzlich verändern sollte. Da wirnun diese Aenderungen schon bei so. niedrigen Temperaturen beobachtet