Svmmerville, phys. Wissenschaften-
63
und nachgewiesen haben, so sind wir wohl berechtigt, anzunehmen, daßalle organischen und unorganischen Körper in Beziehun aus ihre inne»ren kleinsten Theile in beständiger Bewegung sey» müssen. — Manhat bisher geglaubt, daß alle die Körper, welche dieselbe Krystallformhaben, auch in Beziehung aus ihre chemischen Wirkungen und Verbin-dungen zusammengehören. Mitscherlich aber hat unö den Irrthumdieser Meinung gezeigt, indem er z. B. nachwiest, daß das phoS-phorsaure Natron und das arseniksaure Natron beide in ganz densel-ben Formen krystallisiern, dieselben Mengen von Säuren und Krystal-lisationSwasser enthalten, und doch, in chemischer Beziehung, ganz voneinander verschieden sind, indem das eine Arsenik und das andere eineeben so große Menge Phosphor enthält. Man nennt aber solcheKörner isomorphische Stoffe, weil ihre kleinsten Theile dieselbeGestalt aber demungeachtet ganz verschiedene chemische Wir-
kungen und Eigenschaften haben.
Wahrscheinlich bestehen alle Körper auS Elementen (Atomen)von bestimmter Gestalt. Bei den krystallinischen Körpern ist dieß nichtweiter zu bezweifeln, da jeder derselben bestimmte Spaltungsflächenhat, nach welchen er nämlich leichter, als nach anderen Richtungen,gespaltet werden kann. Jeder Krystall spaltet auf eine ihm eigen-thümliche Weise und in bestimmten Formen, so weit die Theilungauch getrieben werden mag, so daß man daher nicht umhin kann, an-zunehmen, daß auch daS letzte Theilchen wieder dieselbe Gestalt habenwerde. Allein alle Körper können, auf natürlichem oder auf künstli-chem Wege, zum Krystallisiren gebracht werden: Flüssigkeiten z. B.durch Gefrieren; gasförmige Körper oder Dämpfe durch Sublimation(d. h. wenn sich die in Dampsgestalt aufgestiegenen Körper wieder zufesten Körpern condensiren); und harte Körper endlich, z. B. Metalle,wenn sie geschmolzen und dann schnell abgekühlt werden. Es ist also,wenn nicht gewiß, döch höchst wahrscheinlich, daß alle Körper ohneAusnahme aus Atomen von bestimmter Gestalt zusammengesetzt sind.
Es würde einer bloßen Anzeige, wie die gegenwärtige ist, ganzunangemessen seyn, alle einzelnen Abtheilungen des Werkes mit glei-cher Umständlichkeit durchzugehen. DaS Vorhergehende wird genügen,den Reichthum und zugleich die Art der Mittheilung der in demWerke enthaltenen Schätze zu beurtheilen. Indem wir daher allesdaS, was über Schall, Licht, Wärme, Elektricität und Magnetismusgesagt wird, hier übergehen, wollen wir nur noch bei den drei letzten