Isrssli, 6uriosities ok biteroture.
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sie ihm dafür die Originalmanuscripte deS AeschyluS, Sophocles undEuripideS zum Abschreiben überlassen. Die Athener, stolz auf diesenSchaß, fürchteten seinen Verlust, und der König bot ihnen zur Sicher-stellnng fünfzehn Talente in Gold (nahe 321,200 st. E. M.) alsUnterpfand an. Er erhielt die Manuscripte, und als er sie, nachder Eopirung, wieder zurückschickte, schenkte Er den Athenern zumDank das hinterlegte Pfand. — Als der Chalif Omar Alcrandrienmit Sturm erobert hatte, ließ er die Bücher dieser Bibliothek unterdie Bademeister der Stadt vertheilen. Durch sechs Monate wurdendamit die 4000 Badestubcn dieser Stadt geheizt. Diese Bücher,sagte Omar, enthalten entweder das, was im Koran steht, und dannsind sie überflüssig; oder sie enthalten etwas anderes, und dann sindsie schädlich und in beiden Fällen müssen sie vertilgt werden. — Indeßmuß die alte Liebe zum Büchersammeln später wieder bei den Alexan-drinern aufgewacht seyn, da lange nach der arabischen Invasion dieneuen Sectirer ebenfalls Gelegenheit fanden, ihre barbarische Wuthan der Bibliothek dieser Stadt auszulassen. Die Araber selbst, dienach den ersten Ausbrüchen ihres Fan.tiSmus sich mit Vorliebe denWissenschaften widmeten, hatten wieder große Sammlungen arabischerManuscripte in Alcrandrien angelegt. Allein früher schon, gegenEnde deö vierten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung, unter Theodo-siuö dem Großen, erlitt diese Bibliothek ihren größten Verlust vonnicht arabischen Fanatikern, die von einem anderen TheodosiuS ange-führt wurden. Der wüthende Haufe stürmte und verbrannte die Bi-bliothek, und der Geschichtschreiber OrosiuS fand, mehrere Jahrenachher, nur noch die leeren Schränke. Diese drei Zerstörungen senergroßen, immer wieder aus ihrer Asche sich erhebenden Bibliothek sielenin das vierte, siebente und dreizehnte Jahrhundert. Aber man ver-gißt dabei gewöhnlich eine andere, frühere, die 50 Jahre vor demAnfange unserer Zeitrechnung fällt, und die einem anderen großenHeerführer zur Schuld fällt.
C. I. Cäsar, selbst einer der ausgezeichnetsten Schriftsteller derAlten, Cäsar, der selbst eine große, öffentliche Bibliothek in Romangelegt, und sie dem gelehrten Varro übergeben hatte, war dereigentliche erste Zerstörer der alerandrinischen Bibliothek, da sie wäh-rend seiner Belagerung dieser Stadt, wohl ohne seine Schuld undgewiß ohne seinen Willen, ganz abbrannte. Ueber 400,000 Bändeoder Rollen, welche die ganze römische, griechische, indische und ägyp-tische Literatur umfaßten, wurden ein Raub der Flammen. Sie wurdeLitlrow > 1 . 12