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Zweiter Band.
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Israeli, 6uriosities ok I.iterature.

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Manuln in Italien sahen nicht sowohl auf äußere Schönheit, als aufCorrectheit ihres Drucks, und alle drei haben sich auch als berühmteGelehrte ausgezeichnet. Von den heutigen Buchdruckern wird mandies wohl nur selten zu rühmen haben, da sie zu Kaufleuten undöfter sogar zu bloßen Handwerkern herabgesunken sind. Damals wurdeeine Ausgabe vorzüglich deshalb geschätzt, weil sie aus der Presseeines Aldus Manutius oder eines St ephanuS kam, so wie manauch wohl setzt noch in England diejenigen Ausgaben für die bestenhält, die auS der Offizin von Bowyer und Dodölcy hervorge-gangen sind. Pelisson erzählt in seiner Geschichte der Pariser Aka-demie der Wissenschaften, daß Camusat zum Buchhändler dieserAkademie ernannt worden sey, aus der Ursache, weil aus seinenPressen durchaus nur geschätzte Werke hervorgingen. Camusat hatteselbst eben so viel Geschmack als wissenschaftliche Kenntnisse, und erließ nie ein Werk bei sich drucken, von dessen innerem Werthe ernicht überzeugt war. Die jüngeren Studierenden wendeten sich nuran ihn, wenn sie nützliche und gute Bücher kaufen wollten, weil sieversichert waren, in seinem Laden kein mittelmäßiges zu finden. DerName seines Verlegers war zugleich das beste Zeugniß seiner innerenGüte. — Welchen Nutzen könnte ein Mann dieser Art für die Ju-gend, für die ganze künftige Generation stiften. Alle besseren Köpfeder Nation, die sich fühlen, würden sich um ihn drängen, und manwürde eS für eine Ehre halten, in seinem Bücherkataloge zu erschei-nen. Aber dazu ist wenig Hoffnung in unseren Tagen, wo man vielmehr auf Gewinn als aus Ehre sieht, und wo schwer zu entscheidenist, was bei so vielen neueren Büchern das Schlechteste seyn mag,die Lettern, die Farbe, das Papier, der Buchdrucker oder der Cor-rector, oder endlich das Buch selbst. Denn eö ist ein wahrer Jam-mer, alle diese Mißgeburten von Büchern zu sehen, die mit jederMesse zur Welt befördert werden, und von denen die wenigsten auchnur wieder die nächste Messe zu erleben bestimmt sind. Es scheint,daß man in unsern Tagen mit einer Negligenz anS Bücherschreibengeht, die man sich nicht einmal im bloßen Gespräche mit einer nuretwas honetten Gesellschaft erlauben sollte. Unwissenheit auf der einenund Schulfuchserei auf der andern Seite drängen sich zu dem Throneder Gelehrsamkeit und des Geschmacks, und unbärtige Jungen, dienichts gelernt haben und nichts lernen wollen, treten als Lehrer derNation auf. Dafür ist aber auch die Waare, die sie zu Markte brin-gen, ganz ihrer Urheber würdig, und es ist kein Wunder, wenn dieseLittrow in '13