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Zweiter Band.
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Israeli, 6ur!os!ties ok llitsrature.

Waare endlich so verschrieen wird, daß sich kein ehrlicher und gescheid- lter Mann mehr damit abgeben mag. Schon gehören allbcreitS diemeisten unserer neuesten Bücher zu den sonderbarsten, wunderlich-sten Dingen in der Welt. Sie werden gedruckt von Leuten, die sienicht verstehen; gekauft und gebunden von Leuten, die sie nicht ver-stehen; gelesen und recensirt von Leuten, die sie nicht verstehen, undnun gar auch geschrieben von Leuten, die sie nicht verstehen. — >

Doch genug von dieser verhaßten Sache, damit sie nicht, denn anStoff dazu könnte es nicht fehlen, Gelegenheit zu einem neuen Buche jgebe, wodurch am Ende das Uebel nur noch ärger werden möchte.

Interessant und lehrreich zugleich wäre es, wenn man in der !Biographie eines jeden ausgezeichneten wissenschaftlichen Mannes hin- !zufügen könnte, wie und durch welche erste Veranlassung er zu dem !Geschäfte gekommen ist, durch welches er sich seinen Ruhm in der .Literärgeschichte erworben hat. Hier nur einige kurze Andeutungen.Man weiß, wie Gibbon dazu kam, seine unsterbliche Geschichtevl tük cleelmv snü llw lall ol ttie roman emptro zu schreiben. Er 'saß eines Abends müßig auf den Stufen deS Capitals in Rom, dieRuinen der alten Stadt vor sich, als eine Prozession von Mönchen,heilige Lieder singend, zu seinen Füßen vorüberzog. Der Contrastder beiden Dinge, der alten und der neuen, erregte in ihm die ersteIdee, die Geschichte von jener zu verfassen, und sich dadurch gleich-sam für die Unbill zu rächen, die er kurz zuvor im Parlamente zuLondon erfahren hatte, wo er mit seiner maiüvn-spsscü dnrchgefallen iwar. Einer der schlechtesten Redner Englands wurde, pur üepit, der ^erste Geschichtoschreiber desselben. — Ein bloßer blinder Zufall machte iMeliere zu dem, waö wir jetzt noch, und wahrscheinlich immer an lihm bewundern. Sein Großvater liebte das Theater und nahm iden Enkel oft mit sich, wenn er es besuchte. Der Vater sah dieß jungern, da sich der junge Mensch ohnehin zum Müßiggänge hinneigte. '„WaS wird endlich aus dem Burschen werden," sagte er einstmalaufgebracht zu dem Großvater, „wohl gar noch ein Schauspieler." —Wollte Gott, entgegnete dieser, ein solcher, wie Montrose ist: ichwürde stolz auf meinen Enkel seyn. —- Der Junge hörte und merktediese Worte, die sich tief in sein Inneres gesenkt hatten. Nach eini-gen Monaten verließ er die Tapetenhandlnng seines VaterS, undwandte sich fortan ganz der Bühne 'zu. Jenen Worten verdanken wirden größten Schriftsteller, der vielleicht je im komischen Drama er-schienen ist.