Israsli, Ouriositios ok llitersturs.
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auf einen und denselben, oft sehr geringfügigen Gegenstand gemachthaben. So schrieb Antonio Cornezano ein volles Hundert Son-neten auf „die Augenbrauen seiner Geliebten," und NicholaSFranco, der wegen seiner ewigen Pasquille auf alle Leute in Romaufgehenkt wurde, verfaßte 218 satyrische Sonneten auf seinen be-rüchtigten Gegner Peter Aretin. Der französische Dichter Bre-boeuf schrieb 180 Epigramme gegen eine Frau oder vielmehr gegenihr Porträt, und da er über dieser Arbeit starb, setzte einer seinerFreunde noch 300 andere Gedichte auf denselben Gegenstand dazu.Der gelehrte PaSquier schrieb ein voluminöses Gedicht: I.» Luesäes grsncls sours üo ?oilier8, „der Floh des EarnevalS zu PoitierS,"den er eines Morgens auf dem Busen der berüchtigten CatharinadeS RochcS gesunden haben wollte. De Saussay gab einen gan-zen Folioband von panegyrischen Biographien, aber bloß solcher Män-ner heraus, deren Vornamen Andreas war, aus Ursache, weil erselbst so hieß. Aehnliche Sammlungen haben wir auch von den Na-men Philipp und Anton, und selbst der berühmte Buchanan gabein sehr voluminöses Werk über alle seine Namensvettern, die übri-gens sämmtlich unbekannte Leute waren.
Als Milton'S Lsrsüisk Uost schon längst in England bekanntwar, gerieth ein verrosteter, alter Gelehrter über eine französischeUebersetzung dieses Gedichts, die er für ein Original hielt, und siedaher, in englische Prosa übertragen, seinen Landsleuten zum Bestengab. Auch unternahm es ein gewisser Grcen, daS verlorene Para-dies, das er für schwer zu verstehen hielt, zum Besten der Leser inungereimten Versen verständlicher zu machen. Ein noch lebender, inseinem Fache sehr schätzbarer Gelehrte, der aber kein Literator ist,hielt lange Zeit die VopaZs äu Mne ^nscbsrsig, die er mit beson-derem Vergnügen las, für die französische Uebersetzung eines alten,griechischen Auctors. Derselbe las gern in seinen wenigen Muße-stunden die Gedichte Ossian's, wie sie uns Macpherson in derenglischen Sprache gegeben hat, und verwunderte sich gegen seineFreunde nicht wenig, daß diese englische Uebersetzung ihm viel besserdünke, als selbst das Original in deutscher Sprache von DeniS,welches er früher auch gern gelesen habe, aber setzt, wo er dieseUebersetzung kenne, nicht mehr ansehen könne. Dies erinnert an denberühmten Fabeldichter Lafontaine, der in der Kirche einem frem-den Nachbar in sein Gebetbuch sah, und einige Psalmen David'smit jenem gemeinschaftlich herauslas, die ihm so sehr gefielen, daß