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Zweiter Band.
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220 lsrssli, Ouriositiss ok I.iteraturs.

er den Nachbar fragte, wo dieser David lebe, und ob er noch mehrso schöne Sachen geschrieben habe.

Beschließen wir dieses Kapitel ol Merai^ lolliss mit einigen Nach-richten, welche uns unsere gar zu gelehrten Literatoren über die anti-diluvianischen Schriftsteller gegeben haben. Der Bibliograph Astlebemerkt zum Eingang seines Werkes mit gravitätischem Ernste: „Wasdie Schriftsteller vor der Sündsluth betrifft, so ist es der Vernunftund der Wahrheit angemessen, zu gestehen, daß wir nicht viel Ge-wisses von ihnen zu sagen vermögen." — Dem ungeachtet behauptetDr. ParsonS in seinem gelehrten Werke: „Ueberreste Japhet'S,"daß Adam schon die Buchstaben gekannt haben muß, und daß inNoah'S Arche bereits mehrere Bücher vorgefunden worden sind. DieSabäer rühmten sich durch Jahrhunderte eines Buches, das Adammit eigener Hand geschrieben hatte. HugoBroughton, ein sehrfruchtbarer Schriftsteller unter Jacob I. von England, beweist aus tvielen Folioseiten, daß Eva schon hebräisch gesprochen und geschrieben zhat. Ein anderer gelehrter Mann, CovarruviaS, der im Anfange ^deö snbenzehnten Jahrhunderts in England lebte, schrieb eine um-ständliche Abhandlung über den ersten Schrei der Kinder gleich nachihrer Geburt, und nachdem er die Meinungen aller seiner Vorgängerdiscutirt und sattsam widerlegt hatte, zeigte er, daß die Knaben ^und dir Mädchen L schreien, jene dem Adam und diese der Evazu Ehren. — Chevrau beginnt seine endlose „Weltgeschichte" mitsvlgendrr Periode: „Obschon verschiedene tiefgelehrte Männer vor mirdie Frage zu beantworten gesucht haben, in welcher Jahreszeit Gottdie W-lt erschaffen hat, und obschon zu einer Zeit, wo weder Sonnenoch Mond, noch Sterne eristirten, auch nicht gut von einer Jahres-zeit die Rede seyn kann, auf der andern Seite aber doch die Weltirgend einmal, das heißt also, in irgend einer Jahreszeit erschaffenwerden mußte, so haben einige dieser Gelehrten gesunden, daß es imMonat Nisan, d. h. im Frühling gewesen seyn müsse, während andereihre gmndlichen Beweise für den Monat Tisri gebracht haben, alsin welchem daS bürgerliche Jahr der Juden beginnt, und dies zwaran ein-m Freitag gegen vier Uhr des Nachmittags, weil an einemsolchen Wochentage zu dieser Stunde" u. s. w. Die irländischen An-tiquare zählen uns förmlich alle Bibliotheken auf, die vor der Sünd-sluth eüstirt haben, und sie geben uns nicht minder lächerliche Nach-richten von der Gründung ihres eigenen Landes durch Schiffer ausIndien die lange vor Christi Geburt an Irlands Küste verschlagen