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Zweiter Band.
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Israeli, tluriosities ok bitersture.

rühmtesten, der große Doctor AngelicuS (I'komss ^guinas), wieer genannt wurde, schrieb einen ungeheuren Folioband von 1250 S.„über die Natur und Wesenheit der Engel." Wir begnügen unshier nur mit einigen Titeln der 358 umständlichen Kapitel diesesWerkes, in welchen die Eigenschaften dieser höher« Geister bewiesen,und so im Detail angeführt werden, als ob der Verfasser selbst langeZeit unter ihnen gelebt hätte. Eö wird also mit geometrischer Schärfebewiesen, daß die Engel nicht vor der Erschaffung der Welt existir-ten: daß sie in dem empirischen Himmel entstanden sind; daß jederderselben aus Action und Potentialität zusammengesetzt ist; daß sieunter sich nicht in essenlis, aber wohl in speois verschieden sind; daßdie Körper, welche sie zuweilen annehmen, aus dichter Lust bestehen;daß sie nicht im Raume, aber wohl der Raum in ihnen enthalten ist;daß ihre Bewegungen bloß in der Aufeinanderfolge ihrer verschiedenenOperationen bestehen, und daß diese Bewegungen sowohl continuirlichals auch discontinuirlich seyen; daß die Geschwindigkeit dieser Bewe-gung nicht der Quantität seiner Kraft, sondern nur der Macht sei-nes Willens proportional ist; daß ihre intellektuelle Kraft am Morgenjedes Tages größer ist, als am Abend; daß ihrer mehrere Tausendeauf einer Nadelspitze stehen können, ohne sich zu drängen oder zuhindern u. s. w. Ganz ähnlicher Art, nur, wenn möglich, nochungereimter, sind die berüchtigten Fragen, jene oben erwähnten0uLöstion68 tzuoclliboliose, welche sich diese scholastischen Philosophen(Anselmus, Abalard, Berengar, Petrus Lombarduö, Fo-lioth, Bernard, Hugo, Johannes Scotuö Erigena,Alexander ab HaleS, Vincentius BellovacensiS, Alber-tus M>, Roger Bacon, Duns Scotuö, Raymund LulluS,Occam u. m. A.) unter einander aufgaben, worüber sie und ihreAnhänger Jahre lang stritten, dicke Folianten schrieben, und nichtbloß Tinte, sondern oft auch Blut vergossen. Mehrere dieser absur-den Fragen spalteten England, Frankreich und besonders Oberitalienin Parteien, die sich aus das Volk fortpflanzten, und nur zu oftblutige Fehden zur Folge hatten, wobei gewöhnlich Steine und Dolchedie Hauptrolle spielten. Man muß gerechten Anstand nehmen, dieseFragen hier näher anzugeben, da sie nur zu oft nicht bloß mit demgesunden Menschenverstände, sondern auch mit jedem sittlichen Anstandeunverträglich erscheinen, während sie von jenen weisen Männern alsGegenstände der größten Wichtigkeit mit einem Ernste behandelt wur-den, der nur lächerlich seyn würde, wenn er nicht zugleich ein ver»