Israeli, Ouriosities ok lliterslurs.
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mischtes Gefühl von Erbarmen und Abscheu erregte- So wurde z. B.um nur einige der am wenigsten auffallenden dieser Untersuchungen zuerwähnen, die Frage aufgestellt, ob e6 im Paradiese auch Ercrcmentegebe? Welches Alter und welches Kleid der Engel G. hatte, alser seine Botschaft ausrichtete? Ob die h. I. M. schon das librumLentenlisrum des Peter LombarduS gekannt habe? Ob ein Menschmit einer halben Seele auch denken kann? Welche Sprache die Engelsprechen? Diese letzte Frage war eS besonders, die in Italien eineSpaltung unter den Gelehrten erregte, welche über fünfzig Jahreanhielt, und ganze Bibliotheken von Folianten erzeugte, in dereneinem behauptet wurde, daß die Engel griechisch sprechen müssen, weildies die vollkommenste aller Sprachen sei, während die andere Parteidie hebräische Sprache in Schutz nahm, weil diese die älteste unterallen Sprachen wäre. Der berühmte Streit der Nomina listen undRealisten dauerte volle 450 Jahre, nämlich von 1050 — 1500.Es handelt sich zwischen diesen beiden Parteien darum, ob die Uni-versale ohne die ksrlioulsria existiren können, ob also z. B. die Ideevon einem Thiere möglich ist, ehe noch daS Thier selbst cristirt.Rössel in, der Stifter der Nominalisten, und Abälard, sein größ-ter Schüler, behauptete, daß die Universale keine reelle Existenzhaben, daß sie also auch nicht vor den karlieulariis bestehen können.Die Realisten im Gegentheil, an deren Spitze Thomas AquinaSund DunS Scotus standen, waren der Ansicht, daß die Universaliaauch ohne und vor den karlieulariis da seyn können. Die Nomina-listen zogen bald den Kürzern in dem heftigen Streite, und sie wa-ren im vierzehnten Jahrhundert nahe daran, von ihren Gegnernganz zermalmt zu werden, als sich plötzlich der berühmte KlopffechterOccam erhob, und die Nominalisten wieder zur Aufnahme brachte,besonders seit sich derselben auch Ludwig XI. in Frankreich sehr thä-tig angenommen hatte. Nun waren die Realisten ihrem schmählichenEnde nahe, und sie würden auch von ihren mächtigen Gegnern er-drückt worden seyn, wenn sich nicht Johann XXIII. zu Rom ihrerauf das eifrigste angenommen hätte. Von dieser Zeit an war eö inItalien für einen Nominalisten gefährlich, auch nur seinen Mund zuöffnen. Ludwig XI. widerstrebte lange, aber endlich gab auch ernach, und im Jahre 1474 erschien ein Edict, in welchem bei strengerStrafe geboten wurde, alle Werke der Nominalisten in den Biblio-theken mit eisernen Ketten an die Wand zu schmieden, und sie keinemohne Ausnahme mehr zum Lesen zu verabfolgen. Seit dieser Epoche