Band 
Zweiter Band.
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Isrssli, Lui'iosities ok bitersture.

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lassen. Aller Vorsicht ungeachtet wurde er bald darauf doch voneinem seiner philosophischen Gegner meuchlings ermordet.

Um die Leser nicht weiter mit diesen eben so geschmacklosen alsbetrübenden Gegenständen zu ermüden, wollen wir ihnen einige mehrheitere Nachrichten folgen lassen. Dazu gibt uns zuerst das Kapitelunseres Autors Gelegenheit, daö er mit literar^ bliniüöi's (gelehrteSchnitzer) bezeichnet hat. Der bekannte Roman „Illoxia" von Tho-mas Moore stellt das Gemälde einer vollkommenen, aber bloß ima-ginären Republik in einer entfernten Insel auf, die erst kürzlich durcheinen englischen Seefahrer entdeckt worden seyn sollte. Da die Zeit,wo daS Buch erschien, der Anfang des sechzehnten Jahrhunderts, einewahre Zeit der Entdeckungen war, so glaubten die meisten Leser, eSsey von einer in der That auf jener Insel existirenden Republik dieRede, und sogar der stockgelehrte Budäus stand in diesem Wahne,da er den Roman für eine wahre Geschichte annahm, und seine»Monarchen alles Ernstes anging, Missionäre nach jener Insel zuschicken, um so gescheidte Leute auch zum christlichen Glauben zu be-kehren. — Daö Werk des Campbell, das unter dem Titel Iler-mippu8 lleäivivus herauskam, und von dem Stein der Weisen, demLebenselixir u. dgl. handelte, wurde viele Jahre von den größtenGelehrten und den erfahrensten Aerzten für ein im vollen Ernste undvortrefflich geschriebenes Buch gehalten, und besonders fand sein Rath,das Leben durch das Einhauchen deö Athems junger Mädchen zu er-halten, allgemein Eingang, bis man endlich durch den Verfasser selbsterfuhr, daß er das Werk nur in Folge einer Wette geschrieben habe,um zu zeigen, daß Bayle nicht der einzige Mann sey, der die Kunstversteht, einen schwierigen Gegenstand umständlich abzuhandeln, ohneden Leser merken zu lassen, aus welche Seite sich der Autor hinneige.Nun sah man das Buch, das anfangs für die Lumms Lspisutias ge-golten hatte, für daS an, was es in der That war, für ein SpieldeS WitzeS über Dinge zu disseriren, von denen man nichts versteht.— Fabiani, der Uebersetzer einer französischen Reisebeschreibung,^auf deren Titelblatt die Worte standen: Hurielii <le äeux liste», „mitzwei Verzeichnissen vermehrt," hielt diese Worte für den Namen deSVerfassers, und ertheilte in seiner italienischen Vorrede dem Mr. En-richi die größten Lobsprüche über seinen Beobachtungsgeist. — Derberühmte Lord Bolingbroke legte die bekannten Verse Virgils:„Lxeuäeut slii . dahin aus, daß Virgil damit sagen wolle, dieRömer hätten in der Kunst der historischen Composition ihre Lehrer,

Littrow »- 15