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Isrssli, OurioLitiss ok l-ltersturs.
chen durchzugehen, um einige Nachläffigkeiten desselben zu corrigiren, !fuhr er zornig auf, und betheuerte ihm, das er das nie und eben iso wenig thun würde, als sich selbst ein Stück Fleisch aus seinemeigenen Körper herausschneiden. — Ein solcher scheint auch der römische ^Dichter Ovid gewesen zu seyn. Er hätte vielleicht, aus seinen An- 'lagen zu schließen, den ersten Rang unter den Dichtern seines Vater-landes einnehmen können, wenn er nicht so nachlässig und flüchtig ge-arbeitet, und wenn er seine Arbeiten später wieder angesehen hätte.Was er während seiner Verbannung schrieb, sagt Baple, ist größ-tentheils nur eine geistlose Wiederholung dessen, was er früher ge- >schrieben hatte. Die Lebhaftigkeit, die ihn bei der Abfassung seiner ,Gedichte beseelte, verließ ihn gänzlich, wenn er sie verbessern undausfeilen sollte: und die Correction derselben war ihm eine Last, die erum jeden Preis zu vermeiden suchte. — Ein solcher war auch der 'Dr. More, der bekannte Platoniker. Bis zum Ueberfließen voll vonIdeen, wenn. er an die Composition ging, hatte er, wie er von sichselbst erzählte, nur immer abzuwehren, waS sich ihm aufdrängte, undwegzuwerfen, was ihn hinderte, sein Ziel durch das Dickicht vonGedanken und Vorstellungen zu erreichen; aber einmal an diesem Zieleangekommen, war er nicht mehr zu bewegen, auch nur einen Schrittseines Weges wieder rückwärts zu machen. „Ich bin geplagt genug,"sagte er, „wenn ich schreibe, und so vieles von dem, waS mir dabeieinfällt, wegwerfen muß, das hinreichen würde, zehn andere zu be- -reichern. Soll ich mich nun noch damit quälen, die gelegte» Eierauch auszubrüten. DaS will ich andern überlassen, und es wie derGuckguck machen, der seine Eier auch in fremde Nester legt, oder wieder Strauß, der sie im Sande von der Sonne ausbrüten läßt." iAuf der andern Seite, denn jedes Ding hat wenigstens zwei ,Seiten, ist Leichtarbeiten, also bei angewöhnter Thätigkeit auch >Dielarbeiten, immer ein Zeichen von Talent für die Sache, die >so betrieben wird. Es gibt Menschen, die nur diejenigen Arbeiten -für verdienstlich halten, die ihnen recht sauer werden. Unglückliche jMenschen! Man sollte vielmehr immer nur das zu thun suchen, was jeinem recht leicht wird. Man soll weiter gehen in seiner Kenntnißund Bildung: allerdings, aber das muß sich, wenn es recht gehen jsoll, gleichsam von selbst geben. Was wir erst mit vielem Kopsbrechen >erlangen, ist meistens von sehr geringem Werth. Ja das Brauchbarste !in jedes Menschen Leben hat ihn gewöhnlich Niemand gelehrt: er kam >dazu, ohne selbst recht zu wissen wie? Auch findet man bei alle«