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Zweiter Band.
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öffnung derselben, die erst am 25. Dez. 1725, kurz nach seinem TodeStatt hatte. Die Anzahl der Mitglieder war anfänglich nur zwölf,und einer ihrer ersten Aufträge bestand in der Verfassung von Lehr-büchern, die dem Unterrichte in den Schulen des Reichs zum Grundegelegt werden sollten. — Bekanntlich wollte derselbe Leibnitz auchzu.Wien eine solche Akademie gründen. Er hielt sich zu dieser Ab-sicht längere Zeit in dieser Hauptstadt auf, wo seine Bemühungenvon dem großen Engen, der sich durch seine Liebe zur Wissenschaftund Kunst nicht weniger als durch seine Feldherrntalente auszeichnete,auf das eifrigste unterstützt wurden. Allein auch die vereinten Kräftedieser beiden seltenen Männer waren zu schwach, die Hindernisse zuüberwinden, die sich damals der Ausführung ihres Planes entgegen-setzten. Leibnitz verlor endlich die Geduld, und reiste nach Berlin,wo er, besser erkannt und freundlicher aufgenommen, der Gründer derk. Akademie der Wissenschaften wurde, die noch setzt die Zierde dieserHauptstadt und selbst des gesammten Deutschlands ist.

Unter den ersten Mitgliedern der neuen kais. Akademie zu Peters-burg fanden sich Bayer, de l'Jsle, Bulfinger, und die zwei BrüderNikolaus und Daniel Bernoulli. Bald darauf gesellte sich auch Leon-hard Euler zu ihnen, ein Mann der seltensten Art, der allein eineganze Akademie aufwog. Zur Zeit der Gründung dieser Anstalt be-trug ihr jährlicher Etat nur 24912 Rubel. Aber schon unter PeterII.schien sie einem frühen Verfall nahe zu seyn, da man sich der jungen,einer sorgsamen Pflege bedürftigen Anstalt nicht eben sehr annehmenwollte. Unter den beiden Kaiserinnen Anna und Elisabeth begann siewieder aufzuleben, und im I. 1747 erhielt sie neue Statuten, nachwelchen auch die schönen Künste in ihren Bereich aufgenommen werdensollten, eine Neuerung, die der Akademie leicht eben so verderblichhätte werden können, als z. B. den Akademien in Berlin und Mün-chen die in dem vorigen Jahrhundert beliebte Aufnahme der Philoso-phie schädlich geworden ist, die daher nichts Eiligeres zu thun hatten,als sich von diesem Ballast wieder zu befreien. — Katharina II. sahdies sehr wohl ein, daher sie die sogenannten schönen Künste wiedervon ihrer Akademie der Wissenschaften ablöste, und jenen, wie eS seynsoll, eine eigene Akademie gründete, während sie dafür die Einkünfteder letzten bedeutend erhöhte. Unter ihr wurde die Akademie in vierKlassen getheilt: die mathematische, die physico-mathematische, die phy-sische, und die astronomische Klaffe, eine Eintheilung, die noch heutzu Tage in ihren Grundzügen beibehalten ist, und die auch in der