^.oaäemis äs 8t. ketsrsbourg.
393
That bei allen ausgezeichneten Akademien der Wissenschaften, wie inLondon, Paris u. f., die vorherrschende ist. Unter dieser großen Re-gentin zählte die Akademie achtzehn ordentliche und nahe eben so vieleaußerordentliche Mitglieder, und unter jenen sah man nebst Euler,ihrem Präsidenten, die berühmten Namen Lomonossow, Gmelin,Pallas, Guldenstädt, Georgi, Schlözer, Schubert, Fuß, AepinuSund andere. Zu ihrer Zeit betrug der Etat der Akademie 53298Rubel.
Bald nach dem Anfange der Regierung Alexanders wurde die Aka-demie zu einem Gegenstände besonderer Sorgfalt der Regierung ge-macht, und der Etat derselben auf 120000 R., also aus mehr als dasDoppelte ihrer früheren Einkünfte festgesetzt.
Am meisten und in wahrhaft kaiserlichem Style aber wurde siedurch den jetzt regierenden Monarchen begünstigt. Schon im I. 1830wurde die Anzahl der Akademiker auf 21 gebracht, denen 10 Adjunc-ten beigeordnet wurden, und durch die Ukase vom 30. Januar 1830wurden die Einkünfte der Akademie auf 206100 Rubel erhoben. Am8. Januar 1836 aber war für sie der Tag der eigentlichen Wieder-geburt, oder vielmehr der erste Tag eines ganz neuen Lebens. Anihm erhielt die Akademie von ihrem Kaiser Nikolaus neue Statuten,durch welche ihre Wirksamkeit sehr erweitert, und zugleich ihre Ein-künfte auf eine Höhe gestellt wurden, mit welcher sich keine andereAkademie Europas vergleichen kann. Die fixen Einkünfte derselbenbetragen jetzt jährlich die Summe von 241800 Rubel, und darinsind die Einkünfte nicht begriffen, die der Akademie aus der Publi-kation ihrer Zeitung und der Kalender für ganz Rußland zukommen.'Die letzten zwei Erwerbsquellen bilden die sogenannte ökonomischeSumme der Akademie, die sich, nach der hier angeführten Angabeihres Sekretärs, auf 150,000 Rubel belaufen, so daß der Totalbe-trag ihrer jährlichen Einkünfte jetzt aus 391800 Rubel geschätzt wer-den muß. Diese ganz außerordentliche Freigebigkeit des Monarchengegen ein wissenschaftliches Institut ist schon an sich selbst merkwürdiggenug, und sie trifft sehr glücklich mit dem günstigen Ereigniß zusam-men, daß daö erste Regierungsjahr des Kaisers Nikolaus zugleich das-jenige war, an welchem die Akademie ihr erstes hundertjähriges Jubi-läum feierte, an einem Tage, in welchem der Monarch, von seinerganzen erlauchten Familie umgeben, selbst in der Mitte der Männererschien, die er so huldvoll auszeichnete, und von denen, gleichsam zum