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Pcrsien entweder aufkaufen, oder wo dieß unmöglich war, abschreibenließ. Auf diese Weise sammelte er eine Masse von 600,000 Manu-scripten, deren Katalog allein schon 44 Bände betrug. (Lssiri, Mliotli.^rsb. Ilisp., und ölurplir^, bistor^ ol Uio maliomkäsn Lmp. in Spam.)Von den vielen in seine Nähe gezogenen Gelehrten forderte er nichts,als die Beendigung ihrer angefangenen Werke, indem er eö an nichtsmangeln ließ, um ihnen die Mittel und die nöthige Muße zu ihrenUnternehmungen zu sichern (Aschbach, Gesch. der Ommasaden. 1830).— Dieß war die Nationalbildung und dieß die NationalwohlfahrtSpaniens im neunten Jahrhundert — und welches ist das Schicksaldieser beiden immer unzertrennlichen Gefährtinnen in demselben Landein unsern Tagen? — Sie theilen beide ein gleiches Loos mit denAkademien deö ReichS: sie sind alle drei entflohen, um dem Elend,der Noth und der Barbarei ihre Stelle zu überlassen. So wahr isteS, was Leibnitz sagte, daß ein Volk schon allein durch die Errich-tung solcher wissenschaftlichen Anstalten sich dem Bunde der civilisirtenVölker beigesellt, und in den Kreis derjenigen eintritt, die an der all-gemeinen geistigen Entwicklung, und daher auch an dem wahren Glückeder Menschheit lebendigen Antheil nehmen.
Wir leben gegenwärtig alle in einer Zeit, wo die Regierungenbereits sehr gut anerkennen, daß sie die Erzieherinnen ihrer Völkerseyn sollen, und wo auch in diesen Völkern selbst jeder nur einiger-maßen Gebildete seine Stimme für diese Erziehung und für Kulturüberhaupt, als für daö höchste Gut und das wahre Palladium derMenschheit, erhebt. Aber da viele von ihnen, selbst mit dem bestenWillen, den Zweck, dem sie nachstreben, und die Mittel, durch welcheman ihn erreichen soll, nicht genug kennen, so fehlt es nicht an un-richtigen Ansichten, die nur zu oft dem Fortgange der an sich so wün-schenöwerthen und von ihnen selbst anerkannten guten Sache hinderndentgegen treten. So ist man z. B. an vielen Orten noch der Mei-nung, daß eine Akademie der Wissenschaften, deren Nützlichkeit undselbst Nothwendigkeit übrigens im Allgemeinen zugestanden wird, ineinem Lande, welches bereits Universitäten und andere gut eingerich-tete Lehranstalten besitzt, wohl als überflüssig betrachtet werden könne.Allein wer so urtheilt, zeigt nur, daß er den großen Unterschied, derzwischen diesen beiden wissenschaftlichen Instituten besteht, noch nichthinlänglich kennt. — Universitäten und alle andern Lehranstaltensind, wie schon ihr Name besagt, zum Lehren und zum Lernen be-stimmt. In der Akademie aber sollen nicht die Lehrlinge, sondern