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Zweiter Band.
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Lrusenstern, iusteuclion publi<;us.

wetteiferten mit ganzen Städten und Corporationen um die Ehre,die Stifter von großen Unterrichtsanstalten zu seyn. Der Staatö-rath Paul Demidoff gab der Universität von Moskau 500000 Ru-bel, und legte nahe eine Million R. als Kapital für die Gründungund Erhaltuug einer Hähern Unterrichtsanstalt zu JaroSlaw in denöffentlichen Schatz u. s. w.

Nachdem wir auf diese Weise die Entstehung und allmälige Aus-bildung des Unterrichtswesens dieses großen Landes kennen gelernthaben, führt uns der Vers. zu der Darstellung des fetzigen Zustandesdesselben, und zwar, wie gesagt, im ersten Kapitel seines Werkszu der nähern Kenntniß deö Ministeriums des öffentlichenUnterrichts.

Dieses Ministerium besteht: 1) aus der ministeriellen Kanzlei,2) aus dem Departement des öffentlichen Unterrichts, und 3) aus derOberdirection der Schulen.

Die ministerielle Kanzlei, welcher unmittelbar der Ministervorsteht, hat einen eigenen Director mit drei Sekretären und zweiGehülfen. Ihr Geschäft ist eS, alle in das Ministerium gelangtenAdressen, Rapporte, Memoiren rc. zu prüfen und dem Minister vor-zulegen, um dessen Befehle darüber empfangen und ausführen zulassen. Die zweite Abtheilung, oder das Departement des öf-fentlichen Unterrichts, hat die unmittelbare Leitung der sämmt-lichen Schulen des Landes, die Anstellung der Lehrer, die Art deSUnterrichts, die Privatschulcn, die Redaktion deS ministeriellen Jour-nals u. f. Die dritte Abtheilung endlich, oder die Oberdirec-tion, bildet daS eigentliche Conseil deü Ministers, und sie bestehtaus den ministeriellen Adjuncten, aus dem Curator deS PeterSburg-schen Bezirks und aus den Curatorcn der andern Universitäten, wennsie in der Hauptstadt sich aufhalten, und auS einigen andern, von Sr.Mas. unmittelbar zu ernennenden Mitgliedern. Den Gegenstand ihrerSitzungen bilden die vorzunehmenden Aenderungen in der Organisationder Schulen, die Errichtung neuer Unterrichtöanstalten, die Geldange-legenheiten derselben, die Beurtheilung der von den reisenden Inspek-toren eingesendeten Berichte über den Zustand der Schulen, die Aus-wahl der Lehrbücher u. f.

ES wurde bereits oben gesagt, daß fede Universität ihren gelehr-ten Sprengel hatte, über dessen Schulen sie die höchste Aufsicht führte.Da diese Sprengel oft sehr ausgedehnt waren, so wurde den Pro-