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Quetelet, über den Menschen.
ganz allgemeinen Vorschriften über diesen hochwichtigen Gegenstand,wie viele wahrhaft bewährte und unbezweifelbare können wir vonihnen ausweisen? — So scheint eS uns wohl ausgemacht, daß mandem unabweiölichen Fortgang- deö Ganzen der menschlichen Gesell-schaft in materieller und intellektueller Hinsicht kein Hinderniß ent-gegenstellen soll; aber es scheint unö nicht minder gewiß, daß man)ede gewaltsame Veränderung im Großen nur mit der äußersten Um-sicht vornehmen darf, wenn man nicht auf neue, oft ganz unbesieg-bare Hindernisse stoßen will. Die Vergangenheit kennen wir bereitsaus eigener Erfahrung, und so wenig man auch an ihr zu lobenfinden mag, die Uebel, welche jede plötzliche Neuerung mit sich führt,diese vielleicht noch viel größeren Uebel, sind unö noch gänzlich un-bekannt. In dieser Unkenntniß der künftigen Ereignisse, mit der wiruns vorerst begnügen müssen, schreibt uns Vernunft und AnalyseVorsicht und vor allem Vermeidung jeder heftigen Verän-derung vor, bei welcher, wie bei einem gewaltsamen Stoße, in derphysischen sowohl, als in der moralischen Welt, immer sehr viel vondem verloren geht, was man in der Mechanik die lebendige Kraftdes Systems zu nennen pflegt.
Unsere Nachkommen werden auch hierin, wie in so vielen anderenGegenständen, weiter vordringen können, wenn sie erst von uns dieBeobachtungen erhalten haben, ohne welche alle Erkenntniß der Naturund ihrer Wirkungen so gut als unmöglich ist. Zu diesen Beobach-tungen, um die Sache noch von einer anderen Seite zu zeigen, zudiesen Beobachtungen der Natur sind wohl die feinsten Instrumente,die wir anwenden können, unsere eigenen Nerven, besonders wennsie durch irgend einen Zufall in einen höheren Stand der Reizbarkeitversetzt werden. Durch sie hat man die äußerst schwache Elektricitätentdeckt, welche durch die Berührung zweier heterogener Metalle er-zeugt wird, und die sonderbaren Phänomene, welche durch eine großeReizbarkeit der Nerven in mehreren Krankheiten entstehen, haben unsden thierischen Magnetismus und den Einfluß der Sonne und desMondes auf die Organisation des Menschen kennen gelehrt. Wennauch die aus diesen noch immer sehr verhüllten Quellen entspringendenWirkungen meistens nur schwach, durch andere Einflüsse gestört undschwer erkennbar, wenn sie durch eine zu lebhafte Phantasie öfterschon überschätzt seyn mögen, so kann dieS doch kein Grund seyn, sie,wie manche gethan haben, ohne alle weitere Untersuchung ganz zuverwerfen. Wir sind noch so weit entfernt, alle Agentien der Natur