Band 
Zweiter Band.
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Quetelet, über den Menschen.

machen. Denn Erfahrungen und Beobachtungen sind eS, die wir be- ,dürfen, um darauf, als auf einer sicheren Basis, daö Gebäude dieser ineuen Wissenschaft zu errichten. '

Was zu diesem schönen Zwecke von unserem Verfasser gethan i

worden ist, hat er in den beiden letzten Büchern seines Werkes, die -

wir nun näher betrachten wollen, zusammenzustellen gesucht. In sei-nem dritten Buche nämlich gibt er uns die Resultate seiner Unter-suchungen über die Entwicklung der sittlichen und geistigen Fähigkeitendes Menschen, der Intelligenz, der Geisteskrankheiten, der Tugendenund Laster, und in dem vierten und letzten Buche gibt er eine Ueber- isicht des Ganzen.

Um ein Beispiel zu geben, auf welche Weise man zur Kennt- !niß der Entwicklung der Intelligenz nach den Alterösahren kommenkönnte, wählt unser Verfasser etwas sonderbar die vorzüglichsten dra-matischen Werke Frankreichs und Englands. Für daö erste dieserLänder fand er:

Alterssahre:

Hauptwerke

: Verfasser:

20 Jahre u. weniger 0

47

20

bis

25

5

47

25

,/

30

15

47

30

,/

35

26

47

35

V

40

26

46

40

//

45

25

45

45

,/

50

28

43

50

//

55

23

41

55

60

5

33

60

65

6

28

65

70

4

23

Diese Tafel, zeigt z. B., daß im Alter von 30 bis 35 Jahrenauf 47 Schriftsteller 26 Werke kommen. Für England ergab sicheine der vorhergehenden nahe ähnliche Tabelle. Man sieht daraus,daß in beiden Ländern das Talent für dramatische Poesie sich erst nach >dem 21. Jahre entwickelt, und bis zum Alter von 50—55 Jahrenfortwährend kräftig bleibt, von da aber schnell abnimmt. Eine Zeich-nung S. 422 versinnlicht diese Bewegung durch eine Curve. Einanderes interessantes Ergebniß dieser Untersuchungen ist, daß sich dastragische Talent schneller entwickle als daö komische. Die frühestenunter den Hauptwerken der komischen Muse in Frankreich finden sich