Qurtelet, über den Menschen.
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gen, Unzufriedenheit mit der Außenwelt, Mißgriffe in der Wahl derMittel und Zerfallen mit sich selbst folgt, das nicht selten mit Lebens-überdruß und Selbstmord endet, besonders da, wo bei stets abnehmen-der Religiosität diesen Uebeln ihr sicherstes Gegengewicht entzogenwird. — Die Beobachtungen scheinen dahin übereinzukommen, daßin den heißen Sommermonaten die meisten Selbstmorde Statt zu fin-den pflegen. Nach Casper sollen sie in den Städten und auf demplatten Lande, bei gleicher Volkszahl, sich wie 14 zu 4 (in allen Ge-genden?) verhalten, und überhaupt mit der Dichtigkeit der Bevökerungzunehmen. In Berlin sollen auf 6 Suiciden 5 männliche und 1weiblicher kommen, während in Genf dies Verhältniß 4 zu 1 und inParis 2 zu 1 ist.
Interessant wäre daS Verzeichnis S. 489 dieser Unglücklichen,wenn nur die ihm zum Grunde liegenden Beobachtungen sicherer wären.Am häufigsten sind sie zwischen dem fünfzehnten und dreißigsten Le-bensjahre; zwischen 30 und 40 tritt ein Minimum ein, um sodanngegen daS Ende der Lebenslage, nach dem 45. Jahre, wieder zu stei-gen. Im Allgemeinen soll ihre Zahl mit den Jahren zunehmen. Undwie die Geisteskrankheiten, so scheinen auch die Selbstmorde bei Un-verheirateten häufiger vorzukommen, als bei Verheirateten.
Der dritte Abschnitt deS dritten Buches handelt von der Entwick-lung des Hanges zum Verbrechen. Gleichsam als Motto zu diesenhöchst wichtigen Untersuchungen steht dem Ganzen eine Aeußerung Na-poleons vor, die uns Villermö (.-dnnales «LU^Zieno. Oolobro 1830)erhalten hat. Ich erfuhr, sagt derselbe, von Jemand, der den Kaisernach Elba begleitete, er habe Napoleon in seinen damaligen Unterhal-tungen, die einen sehr philosophischen Anstrich hatten, mehrmals sichäußern hören, daß der Mensch, von welchem Gesichtspunkte man ihnauch betrachten möge, doch immer eben so sehr ein Produkt seinerphysischen und moralischen Umgebung, als seiner eigenen Organisationsey. — Villerme wendet dieß an dem angezeigten Orte auf den Miß-brauch an, Menschen wegen kleiner Vergehen mit wahren Verbrechernin denselben Kerker zu sperren; allein jener Satz ist wohl einer nochviel allgemeineren Anwendung fähig.
Eine andere, näher hieher gehörende Bemerkung unseres Ver-fassers ist die, daß wir nur die Summe der öffentlich bekanntenund abgeurtheilten Verbrecher, nicht aber die Totalsumme derselbenkennen. Dieß macht, daß alle unsere statistischen Untersuchungen in