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Zweiter Band.
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Quetelet, über den Menschen.

wo die gebildeteren Gegenden hell, und die roheren immer dunklergehalten werden, versinnlicht diese Verhältnisse noch mehr. Dupinhat bekanntlich schon etwas AehnlicheS in Beziehung auf den öffentli-chen Unterricht in den verschiedenen Provinzen Frankreichs versucht,und seine Karten stimmen in gar vielen Punkten mit den gegenwärti-gen überein. Es wäre sehr zu wünschen, daß wir in diesen und an-deren Beziehungen auch von den übrigen Ländern öffentliche und vonden Regierungen selbst verbürgte Anzeigen besäßen, da sie nicht nurfür uns, sondern auch für diese Regierungen selbst, nicht anders alssehr nützlich seyn könnten. Alles hier Gegebene vereinigt sich zur Be-festigung des Satzes, daß die Verbrechen immer im umgekehrten Ver-hältniß mit der wahren Aufklärung stehen. — Als Endresultate seinerUntersuchungen für Frankreich erhielt Q. Folgendes. I. Die meistenVerbrechen kommen in densenigen Departements vor, welche von denschiffbaren Theilen der Rhone, des Rheins und der Seine durchschnit-ten werden. II. Die wenigsten im Mittelpunkte von Frankreich undin den im Westen liegenden Gegenden. III. Die südliche Hälftedieses Landes zeigt einen größeren Hang zu Verbrechen an Personen,und die nördliche an dem Eigenthume. — Nebst der Bildung über-haupt aber glaubt der Vers. eine der vorzüglichsten Ursachen diesesUnterschiedes im Hange zu Verbrechen in den drei Völkerstämmenzu finden, die Frankreich bewohnen. Diese sind der keltische, ausdem fast drei Fünftheile der Einwohner Frankreichs bestehen; der ger-manische in Flandern, Elsaß und Lothringen, und der pelagischean den Küsten des Mittelmeeres und in Korsika. Der letzte soll vor-züglich zu Verbrechen an Personen geneigt seyn, und in Korsika sollin vielen Fällen der Mord sogar für eine Tugend gehalten werden..Der germanische wird durch seinen Hang zur Trunkheit zu beidenVerbrechen, an Personen und an Eigenthum, gleich stark gezogen; derkeltische endlich, als der gebildetste Stamm, neigt sich dagegen mehrzu den Verbrechen am Eigenthume. Die Zunahme der Verbrechenam Eigenthume in den nördlichen Provinzen Frankreichs scheint demVers. größtentheilS von der Ungleichheit deö Besitzcü und der Bedürf-nisse zu kommen. Die großen Städte aber erscheinen deßwegen ineinem so ungünstigen Lichte, weil sie den Begierden aller Art mehrKöder darbieten, und weil sie Taugenichtse anziehen, die sich leichterin der Menge verlieren, und ungestrafter sündigen können.

Merkwürdig für uns ist folgende Tafel, die aus dem Lullet!»ües Lcisncös, Kovembro 1829, von Feruffac genommen ist, und sich