Quetelet, über den Menschen.
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u. f.), i« welchen Beobachtungen dieser Art bisher mit Verläßlichkeitangestellt werden konnten. Allein keines von den, den socialen Zu-stand deS Menschen betreffenden Elementen zeigt bedeutendere Anoma-lien, als die Fruchtpreise. Diese Preise haben aber den entschieden-sten Einfluß auf die Sterblichkeit der Menschen, auf ihre Reproduk-tion, und selbst auf den sittlichen Zustand derselben, so daß eö daherAufgabe und Pflicht jeder umsichtigen Regierung seyn muß, allen denUrsachen möglichst entgegen zu wirken, welche jene bedeutenden Schwan-kungen in den Fruchtpressen, und dadurch in dem Zustande der mensch-lichen Gesellschaft bewirken.
Ein zweites allgemeines und noch wichtigeres Resultat alles Vor-hergehenden drückt der Verfasser mit folgenden Worten aus. — Dadie Verbrechen, die jährlich begangen werden, das nothwendige Er-gebniß unserer socialen Organisation zu seyn scheinen, und da ihreZahl nicht abnehmen kann, ohne daß zuvor die sie herbeiführendenUrsachen weggeräumt werden, so ist es die Sache der Gesetzgeber,diese Ursachen aufzufinden, und möglichst zu beseitigen: ihre Sache isteS, eben so daö Budget der Verbrechen, wie das der pekuniären Ab-gaben an den Staat in der möglich besten Ordnung zu erhalten.Denn alles Vorhergehende, alle bisher über diesen hochwichtigen Ge-genstand eingesammelte Erfahrung, die einzige Richterin in solchenAngelegenheiten, zeigt von der nicht weiter zu bezweifelnden Wahr-heit, daß das Verbrechen von der Gesellschaft im Großen selbst vor-bereitet wird, und daß der Schuldige in vielen Fällen nur das Werk-zeug ist, welches dasselbe vollführt. Sonach muß unö der Unglückliche,der sein Haupt auf das Schaffott trägt, oder der im Gefängnißsein Leben endet, sehr oft wenigstens als ein Sühnopfer der Gesell-schaft erscheinen, da sein Verbrechen meistens nur die Frucht der Ver-hältnisse ist, in die er versetzt war. Weil jedoch die Sache bis aufdiesen Punkt gekommen ist, so kann Niemand aus die Idee gerathen,die Strafe dieser Unglücklichen aufheben zu wollen. Sie muß viel-mehr selbst wieder als ein nothwendiges Unglück, als ein unvermeid-liches VorbeugungSmittcl eines noch größeren Uebels betrachtet werden.Nur wird man dabei wünschen dürfen, daß auch die anderen Vor-beugungSmittel, die gelinder und sicherer zugleich sind, in der Zukunftmehr beachtet und wirksamer gemacht werden mögen, damit man inder Folge nicht immer genöthigt ist, zu diesen extremen Mitteln seineZuflucht zu nehme».