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Quetelct, über den Menschen.
Endlich scheint dem Verfasser aus allen seinen vorhergehendenUntersuchungen das folgende Endresultat hervorzugehen: daß eine dervorzüglichsten Wirkungen der Civilisation eines seden Volkes darinbestehe, daß die Gränzen, innerhalb welcher die verschiedenen, denkörperlichen und geistigen Menschen betreffenden Elemente auf undnieder oscilliren, immer enger werden. Je mehr wahre Aufklärungsich unter einem Volke ausbreitet, desto geringer und seltener werdendie Abweichungen vom Mittel. Bei dem körperlichen Menschen ver-schwinden allmählig die Mißbildungen und Monstrositäten, und dieHäufigkeit und Bösartigkeit der Krankheiten wird geringer; und beidem geistigen Menschen wächst in demselben Maße die Erkenntnißseines wahren Vortheils, die Liebe zur Ordnung und zur Sicherheitdes Besitzstandes, und eben dadurch der Abscheu vor gewaltsamenUmwälzungen und Kriegen, diesen Geißeln der Menschheit, diesenUeberresten einer barbarischen Vorzeit.
Wenn wir nun den ganzen mit dem Verfasser zurückgelegtenWeg mit einem Blicke überschauen, so müssen wir ihm allerdingsaufrichtigen Dank wissen für alle die wichtigen und interessanten Ge-genstände, die wir an seiner Hand in bisher größtentheils unbekann-ten Gegenden vorbeigegangen sind. Vorbeigegangen nur, allerdings,ohne ihnen eben immer so nahe gekommen zu seyn, als man wohlwünschen möchte, um diese Gegenstände auch in der That näher ken-nen zu lernen. Wir sind aber nicht gemeint, damit gegen unserenfreundlichen Führer irgend einen Vorwurf ausdrücken zu wollen. Erthat, was er konnte; er zeigte unS, was er gefunden hat, und anuns, an allen seinen Nachfolgern ist cö nun, den von ihm aufgefun-denen Weg weiter zu verfolgen. Er selbst gibt, was er gibt, nurals die ersten Züge eines neuen, reichen, vielumfaffenden Gemäldes,dessen Ausführung und Vollendung er der Folgezeit, sa wohl einernoch sehr fernen Folgezeit überlassen muß. In der That hängen diehier besprochenen Gegenstände mit den sämmtlichen Zweigen unseresWissens und mit allen interessanten Problemen der Philosophie zuinnig zusammen, als daß diese im Grunde ganz neue Wissenschaftdas Werk Eines Menschen, Eines Jahrhunderts seyn könnte. Indeßwird eS schwer seyn, sicher vorwärts zu schreiten, ehe man einegrößere Anzahl von genauen Beobachtungen besitzt, als diesesgegenwärtig der Fall ist. Diese Beobachtungen sind es vorzüglich,die uns mangeln, und das Werk unseres Verfassers wiederhallt aufallen seinen Blättern von den gerechten Klagen über diesen Mangel.