Ritter's Geschichte der Philosophie.
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Um zuerst eine kurze Uebersicht von dem Inhalte dieser beidenBände, die er in acht Bücher eintheilt, zu geben, so enthält daöerste Buch die Einleitung, in welcher vorzüglich über die Eintheilungder Geschichte gesprochen wird. Das zweite Buch sammelt, was unsvon der Philosophie der alten Aegyptier, Hebräer, Inder noch übrigist, nebst den ersten Versuchen der Griechen. Das dritte beschäftigtsich mit der ionischen Philosophie, Thales, Anarimenes, Hera-klit, Anaximander, Anaxagoras n. s. w. Das vierte Buchverbreitet sich über die Pythagoreische Philosophie. DaS fünfte überdie sogenannte eleatische Sekte, TenophaneS, Parmenides, Zeus,EmpedokleS u. s. w. Das sechste Buch gibt die Geschichte derPhilosophie der Sophisten, Leucipp, Demokrit, Protagoras,Gorgias u. s. w. Das siebente Buch enthält die Lehren des So-krateS und der cyrenäischen, megarischen und eretrischen Schule, oderAristipp, Antisthenes, Diogenes von Sinope, Euklid, Phä»don rc. Das achte Buch endlich beschäftigt sich mit Plato undseinen nächsten Schülern SpeusippuS, Tcnokrateö, Krateö u. a.
Indem wir die hier großentheils außerwesentliche Einleitung über-gehen, bemerken wir sogleich, daß auch das, was der Verfasser imzweiten Buch über die ältere Geschichte der Morgenländer vorbringt,nicht auö Quellen geschöpft ist, da ihm, wie er selbst gesteht, dieKenntniß der orientalischen Sprachen fremd ist. Um hier schon dieArt des Vertrags deS Verfassers näher kennen zu lernen, wollen wireinen Theil dieses seines Geständnisses mit seinen eigenen Wortenmittheilen. S. 47. „Von den orientalischen Gelehrten werden wiralso hier Nachsicht zu erbitten haben, denn natürlich müssen sie übervieles besser urtheilen können, als wir. Ihre Nachsicht zu verdienen,soll aber auch unser Bestreben seyn, indem unsere Absicht mehrdarauf gerichtet ist, ihnen Fragen vorzulegen, als sie zu belehren.Diese Nothwendigkeit, um Nachsicht zu bitten, in welcher wir unsbefinden, soll uns jedoch die Freiheir unseres Urtheiles nicht rauben,vielmehr werden wir sie uns in diesen Dingen um so mehr bewahren,als die Behauptungen vieler Orientalisten nur zu sehr aus jenemLeichtsinne hervorgegangen sind, welcher neue Entdeckungen und neueStudien den Verbrämungen, aber auch der Veränderlichkeit der ModePreis gibt. Um uns näher zu erklären: wir glauben, den gelehrtenund besonnenen Orientalisten wird es nicht zuwider seyn, wenn wireiner gewissen unreinen Begeisterung, welche nur die Neuheit derSache und der verdunkelnde Nebel über ihr geboren hat, zu wider-