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Ritter's Geschichte der Philosophie.
immer erhebt und gleichsam sublimirt. Heraklit von EphesuS (510vor Chr.) erhielt den Beinamen des Dunklen und ist noch setzt we-gen seinem zur düstern Melancholie gestimmten Temperamente berüch-tigt. Er verachtete die Meinungen und Spekulationen anderer Phi-losophen, und bestand hartnäckig auf seiner eigenen Ansicht. Auch ersuchte einen physischen Grund aller Erscheinungen, der als ewig lebendeEinheit die ganze Welt durchgingt, und er fand diesen Grund in demFeuer. 8rk rk? llecov, öro ö'oerOpMoraiP k7roi.r,(5kx, x«e
runr, xo» L<7-r«r nmp «r« Die Welt hat keiner der Götter und kei-ner der Menschen gemacht, sondern sie war und ist und wird seyn einewig lebendes Feuer. >secle und Feuer der Lebenskraft sind ihmidentische Dinge. Aber die sichtbare Flamme ist nicht daö Feuer,und der Grund aller Dinge ist das Weise und der vernünftige Ge-danke, der in dem Feuer liegt. Man sieht, daß sein eigentlichnicht so schlechthin mit „Feuer" übersetzt werden soll, wie man allge-mein thut. Vieles andere Interessante über ihn muß in dem gegen-wärtigen Werke selbst nachgesehen werden. Anaximander von Mi-let (660 vor Chr.) hatte im ganzen Alterthume großen Ruf. Ersoll der erste eine geographische Tafel entworfen, die Sonnenuhrenerfunden und die Große und Entfernung der Himmelskörper bestimmthaben. Daö Prinzip aller Dinge war ihm eine Mischung verschie-dener Bestandtheile, aus welcher später die einzelnen Dinge sich aus-schieden; also eine Art von Chaos, das er das Unendliche (oMr,Hox)nannte, oder auch die Einheit, das Unsterbliche und das ewig Erzeu-gende. Die Erzeugung selbst leitete er aus der ewigen BewegungdikseS Unendlichen ab. Anaragoras von Clazomenä (500 v. Cb.)verlebte den spätern Theil seines Lebens in Athen, wo er die Freund-schaft deö großen PerikleS genoß. Diese Freundschaft seines mäch-tigen Beschützers gereichte ihm nicht zum Vortheile. Denn als daSAnsehen deS PerikleS schwand, wurde er harten Verfolgungen Preisgegeben. Des Frevels gegen die Götter und der Anhänglichkeit andie Perser angeklagt, konnte er nur durch schnelle Flucht den ihm dro-henden Verhängnisse entfliehen. Er starb in der Verbannung (424v. Chr.). Er beschäftigte sich viel mit Mathematik und Astronomie;und er soll die erste richtige Erklärung der Mond- und Sonnenfinster-nisse gegeben haben. Seine im Alterthume sehr berühmte Schrift„über die Natur" ist für uns verloren, doch hat uns SimpliciuSeinige Fragmente derselben erhalten. Nach ihm wird und vergehtkein Ding, sondern alles wird aus schon bestehenden Dingen entweder