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Ritter'S Geschichte der Philosophie.
Seneca, Epictet, Antoninus u. f.; dann die neueren Stoiker,Peripatctiker und Skeptiker unter den Griechen sowohl als Römern,ThrasylluS, Favorinus, GalenuS, Agrippa, Sertuö Em-piricuS, und daö, waS von dem Einflüsse der orientalischen Philo-sophie auf die neugriechische dem Verfasser bekannt geworden ist, woransich Betrachtungen über Philon den Juden, über Plutarch, Apol-loniuö von Tyana und ApulejuS angereiht finden. DaS zweiteBuch dieser Periode oder das letzte deS ganzen Werkes endlich gibtdie Geschichte deS gänzlichen Verfalls der alten Philosophie und denAnfang und Anögang der neuplatonischen Philosophie.
Nach dieser Uebersicht deS Ganzen gehen wir zu der näherenAnzeige der fünf letzten Bücher über, die den Inhalt der beiden letz-ten Bände der ganzen Schrift bilden.
Das erste dieser Bücher behandelt, wie bereits gesagt, die aristo-telische oder peripatetische Philosophie. Aristoteles war im erstenJahre der 99. Olympiade (d. h. im Jahre 384 vor Chr. G.) zuStagira, einer griechischen Colonie in Thracicn, geboren. Sein Vater,Nikomachuö, war Arzt und Freund deü KönigS AmyntaS vonMacedonien. Er verlor seine Aeltern frühzeitig, und kam schon inseinem siebzehnten Jahre zu Plato nach Athen, bei dem er zwanzigJahre geblieben ist. Die weiteren Lebensumstände dieses außerordent-lichen ManneS werden hier Band III. S. 4 u. f. aus den Oucllensorgfältig zusammengetragen. Mit Plato schien er sich die letztenJahre nicht mehr gut vertragen zu haben, und lange nach dessenTode suchte Aristoteles in seinen Schriften die Meinungen Plato'Sbei jeder Gelegenheit zu bekämpfen. Gegen sein vierzigstes Jahrwurde A. von König Philipp von Macedonien zur Erziehung seinesdamals dreijährigen Sohnes berufen, wo er bei Philipp bis andas Ende seines Lebenö in großer Gunst stand. Daß er, wie meh-rere glauben, Alexander in seinen Kriegen nach Asien und Indienbegleitet habe, ist unrichtig, da er vielmehr, alü der persische Kriegbegann, nach Athen zurückkehrte, um daselbst eine philosophische Schulezu errichten, während er an seiner Stelle bei Alexander seinenSchüler und Verwandten Kallisthenes zurückließ. In Athen er-richtete er seine Schule im Lyceurki (Lykeion), dem einzigen Gymna-sium, daö ihm noch offen stand, da Tenokrateü die Akademie unddie Cyniker das Kynosarges bereits besetzt hatten. Da er hier seineVortrüge meistens im Auf- und Abgehen mit seinen Schülern hielt,so bekamen seine Schüler den Beinamen der peripatetischcn (der her-