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Trevir^nus, organisches Leben.
nütze zu entfernen sucht. Ich sammle schon über dreißig Jahre, sagte §
Klotz, und Herr Magister Lessing, der kaum angefangen hat, will §
mich belehren. O Herr Geheimcrrath, antwortete Lessing, Siesammeln also noch; ach daun sind Sie noch lange nicht so weit, wieich, denn sehen Sie, ich fange bereits an wegzuwerfen.
In der Einleitung oder im ersten Buche sucht er unS nunzuerst über die hohe Wichtigkeit seines Gegenstandes zu belehren. Fürdie Leute, die auch in der Wissenschaft fragen, wozu dies für Kücheund Keller gut seyn könne, wird zuerst gezeigt, daß die Biologieeigentlich die Basts von drei anderen Elkenntnissen seh, deren Nutzenallgemein anerkannt wird, nämlich von der Arzneikunde, von derLandwirthschast und von dem Gartenbau. ES gibt aber noch eineandere Seite des Studiums der Natur, die den höheren Sinn desMenschen in Anspruch nimmt. „Dieses Studium erhebt und veredeltden, der sich ihm auf eine würdige Weise ergibt, bewahrt ihn vor ,
Einseitigkeit und hält ihn zurück von Aberglauben, wie von Unglau-ben. WaS ist die Erde mit allen ihren Schätzen für den großen ;
Haufen, als ein Schauplatz voll Gestalten ohne tiefere Bedeutung? ^Sie gehen vorüber vor seinen Augen, ohne seinen inneren Sinn zurühren. Sie sprechen zu ihm, aber er ist unempfindlich für ihreTöne und versteht ihre Sprache nicht. Er stirbt im Ueberfluß, seuf-zend über die Leere des Daseyns und das Einerlei der Tage. Aber ^
der Vertraute der Natur ist in einer Welt, die ihm immer neue §
Seiten zeigt, die ihn nie einsam seyn läßt, wenn er auch Jahrhun- ^
derte zu leben hätte. Alles in ihr hat Bedeutung für ihn,, allent-halben ist er einheimisch, kein Theil der Erde ist für ihn ohne Reiz, !und allenthalben findet er die Natur wieder. Ein solches geistigesLeben in der Natur schärft auch den Sinn für Einfalt und Wahrheit.Darum wurde der Naturforscher Ephraim Götze ein Prediger desFriedens, während sein Bruder, der Zelot Melchior Götze inHamburg, gegen jeden Selbstdenker wüthete. — ES gab wohl kei- '
nen großen Dichter, aber viele oberflächliche Naturforscher ohne Adel ;
der Gesinnung. Doch wer in dieser letzten Wissenschaft zur Höhe s
gelangte, war schon ein edler Mensch, noch ehe er sie erklimmte, !
und wer durch daö Studium der Natur nicht moralisch besser wurde, ^
ergab sich demselben gewiß nicht auS innerem Drunge." Diese Stelle, !
auf Geradewohl ausgehoben, mag als ein Beispiel der Darstellung :
dcS Verfassers gelten.
Ueber Vernunft und Instinkt werden S. 9 sehr beachtcnSwerthe