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Dritter Band.
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TreviranuS, organisches Leben.

Fötus in der Mutter und der Keim im Ei allem Lichte unzugänglich list. Desto nöthiger aber ist ein gewisser Grade der Feuchte, da im 'ganz trockenen Boden weder Pflanzen noch Thiere erzeugt werden. —Man hat oft darüber gestritten, ob bei manchen Thieren eine voll-ständige Frucht auch ohne vorhergegangene Paarung möglich sey.Der Verfasser hält dieß bei den Wirbeltieren für unmöglich, undalle Beispiele, die man gegen seine Behauptung anführt, als nichtconcludent genug, und meistens auf unvollkommenen Beobachtungenoder auf Täuschungen beruhend. Eier ohne Früchte oder sogenannteWindeier und andere, dem Fötus mehr oder weniger ähnliche Er-zeugnisse können sich wohl in dem thierischen Körper ohne eigentliche ^Paarung bilden, aber diese sind der zuvor aufgestellten Behauptung 'nicht entgegen, da sie keine eigentlichen Fötus sind. Man fand der- jgleichen, besonders bei den Menschen, mit Haaren, Zähnen und Kno- !chen und in eigenen häutigen Säcken eingeschlossen. In einem solchenSacke fand Ploucquet einst über 300 kleine Zähne. Man siehtsie selbst zuweilen bei dem männlichen Geschlechte, und zwar nichtbloß in den Zeugungstheilen, sondern auch in der Leber, im Magen,am Netz u. dgl. So erzählt Gourdon von einer jungen Frau,die nach einer Pneumonie eine Geschwulst unter dem Brüstende d^Slinken Schlüsselbeins bekam, wo man nach der Leichenöffnung einen ^Sack, in diesem eine seröse Flüssigkeit, eine talgartige, mit Haaren ^vermischte Materie und einen Knochen fand, der einem Oberkiefer ^glich, und mit mehreren Zähnen versehen war, von welchen der eine lsogar eine Glasur hatte. Diese Spiele deö Bildungstriebes der Na- !tur sind merkwürdig und verdienten gesammelt zu werden. Prohaska !erzählt von einem, allerdings nur bis zu einem gewissen Grad aus-gebildeten Fötus, der in dem Hodensacke eines Knaben gefunden ^wurde. Der Knabe schien dieses Gebilde schon bei seiner eigene»Geburt mitgebracht zu haben, und eö schwoll in seinem dritten Jahreso an, daß das Scrotum bis unter die Hälfte seiner Schenkel her-abhing. Einen ähnlichen Fall erzählt Wendt, der in der rechtenHode eines Knaben mehrere unter sich durch eine gallige Substanz Iverbundene Knochen gefunden hat, die mit den Beckenknochen eines !ohngefähr viermonatlichen Fötus Aehnlichkeit gehabt haben sollen. !

Insekten, Mollusken und viele Würmer aber, die beiderlei Ge- -schlechtstheile haben, können sich ohne Zweifel ohne eigentliche Paa- >rung fortpflanzen. Der Verfasser bringt hier selbst noch neue Belege ^dazu. Es ist schon längst bekannt, daß die Blattläuse zur Erzeugung l