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Dritter Band.
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Treviranus organisches Leben.

bei derselben Temperatur Wärme oder Kälte erregen, wenn sie trockenoder feucht, wenn sie ruhig oder von Winden bewegt ist. Dahervielleicht die brennende Hitze in den Faulsiebern. Auch hängt dieReizbarkeit des Gefühls für die Temperatur »ngemein von der Stim-mung des Nervensystems ab. Innere Veränderungen bringen oft Frostoder Hitze hervor ohne alle äußere Veränderung der Temperatur.Bestimmte Organe für diesen Sinn gibt cS nicht, wenn wir nicht denschwarzen Fächer der Vögelaugen u. dgl. dahin rechnen wollen. Fürdas Licht überhaupt aber sind alle Hautnerven empfindlich. Die Arm-polypen, die Asterien und mehrere andere Zoophyten gehen dem Lichtenach; die Medusen und Regenwürmer fliehen eS, obgleich weder dieeinen, noch die anderen Augen besitzen. Lyonet fand, daß von einerNaidenart selbst Stücke ohne Kopf gleich in Unruhe gericthen, wennsie des Nachts auch nur von dem Schein einer Kerze getroffen wur-den. Merkwürdig ist noch der stufenweise Uebergang bei den verschie-denen Thieren bis zu den wirklichen Augen. Bei einigen Limar- und ^Helix-Arten tragen die Fühlhörner wirkliche, mit einer Hornhaut und ^Linse versehene Augen. Bei den Arionö-Arten aber breitet sich derSehnerve bloß zerästelt unter einer eigenen schwarzen Haut aus.

Die Wirkungen der Luftschwingungen bilden gleichsam die Basisdes Gehörsinnes. Viele Thiere vernehmen jene Schwingungen, ohneeinen eigentlichen Gehörsinn zu besitzen. Die Vibrationen fester Kör- >

per werden von ganz tauben Menschen oft sehr lebhaft durch dieHautnerven gefühlt. Viele Wasserthiere, wie die Rochen und Hayen,haben, nebst ihren eigentlichen Ohren, noch besondere Organe, durchwelche sie die Undulationen des Wassers empfinden, die zu langsamvor sich gehen, um auf das Gehör wirken zu können. Die Zoophyten,Anneliden und Mollusken, deren äußere Umgebung jene Einwirkungdes Mediums, in dem sie sich bewegen, verhindert, haben eigeneFühlsäden, wodurch sie jenen Mangel ersetzen. Die Cirren mancherFische, wie der Störe, sind mit äußerst zarten Säumen besetzt, die !

schon von den leichtesten Strömungen deö Wassers erschüttert werden >

müssen. Der Kabliau hat Tastfäden zwischen den Zähnen und Lippen, i

die ihn selbst ohne Sehvermögen, bei den meisten seiner Handlungen ^

leiten, da Couch ein solches Thier sah, das sehr groß und wohl-genährt war, obschon ihm beide Augäpfel fehlten. Die langen Haarevieler Insekten werden zu ähnlichen Zwecken dienen. Wie empfindsamfür diese Undulationen der Lust, von benachbarten festen Gegenständendurch Repercussion entstanden, müssen wohl die Fledermäuse seyn, da