Band 
Dritter Band.
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Lreviranus, organisches Leben.

Ahnung künftiger Ereignisse, die jedoch fast immer mit Phantomenvermischt sind. Der ganze Zustand hat offenbar viel Verwandtschaftmit dem thierischen Magnetismus und der tllsirvo^uneo, aber erkommt selten oder nie so rein vor, daß eS möglich wäre, Wahrheit >von Täuschung mit Sicherheit zu unterscheiden.

Der Winterschlaf der Pflanzen und vieler Thiere außer derheißen Zone gehört ohne Zweifel zu den merkwürdigsten Erscheinungen §der Natur. Die Bewohner des Meeres und die meisten Amphibien !scheinen davon ausgenommen zu seyn. Selbst in der heißen Zone >werden Pflanzen und Thiere von zu großer Hitze und Dürre lethar-gisch, sind also einem Sommerschlafe unterworfen. In beiden 'hören alle eigentlichen Lebenöbewegungen auf. Die Pflanzen kündi- !gen die Ankunft dieser Periode durch das Abfallen ihrer Blätter >an. Sie verlieren, wenn jene Zeit kömmt, ihre Blätter ebenso wohl !im Freien, als im Gewächshause. Ein Zweig eines Baums mit iperennirenden Blättern aus den Stamm eines andern mit abfallenden !Blättern gepropft, behält seine Blätter im Winter, während der iStamm die seinigen abwirft. Gewiß ist die Ursache dieses Abfallens !von höherer, als bloß materieller Art, und nicht z. B. bloß in dem ^Vertrocknen der Blätterstiele u. dgl. zu suchen. Der Verfasser stellt !hier S. 123 das Vorzüglichste über diesen interessanten und noch so >sehr im Dunklen liegenden Gegenstand zur allgemeinen Uebersicht zu- isammen.

Der Winterschlaf der Thiere ist sehr verschieden. Der des Bä-ren und Dachses gleicht mehr einem langen gewöhnlichen Schlaf, alseiner Erstarrung, und dauert auch nicht ununterbrochen fort. Schade,daß wir von der so oft behaupteten Schwächung des HerzschlageS,des AthemholenS und der thierischen Wärme in diesem Zustande noch !so wenig entscheidende Erfahrungen bei jenen beiden Thierarten haben. >Bei den eigentlichen Winterschläfern sind diese Erscheinungen durchBeobachtung bereits hinlänglich erwiesen. Diese Thiere liegen dann,zusammengekugelt, mit geschlossenen Augen und zusammengedrücktenKinnladen, ohne bemerkbare äußere Zeichen von Blutumlauf und Lun- !gcnthätigkeit. Auch die Thätigkeit des Magenö und der übrigen Ver- :dauungswerkzeuge ist aufgehoben, und die innere Wärme des Körpers ,sinkt bis gegen 4 " R. Die Muskeln sind steif, wie nach dem Tode, ^das Blut, wenn eS durch die geöffnete Ader rinnt, bleibt ungeronnen !und das Fett ««erstarrt. Auch daö Gewicht des Thiers ist während ?seines Schlafes geringer, ja vielleicht selbst die Ausdünstungen dessel- !