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beobachtet hat, von den gegenseitigen Einwirkungen der Planeten aufeinander und von der Bewegung jener dcferircnden Flüssigkeit, ohnenoch von den Irregularitäten der Materie selbst zu sprechen." — ESist in der That betrübend, zu sehen, wie selbst ein Leibuitz, wenn erdurch leidenschaftliche Ansicht verblendet ist, gegen die anerkannte Wahr-heit so hartnäckig eingenommen seyn und bleiben kann. Aber seineStreitigkeiten mit Newton wegen der Erfindung der Differentialrech-nung hatten schon mit dem Jahre 1685, also sieben Jahre vor demgegenwärtigen Briefe begonnen, und nun war von keinem weiterenVerständniß mehr die Rede.
Auf diesen Brief antwortet Huygcnö erst unter dem 11. Juli1692. Er widerlegt zum Theil die Behauptungen von Leibuitz, zumTheil hält er sie auch noch nicht für deutlich genug ausgedrückt, wieman S. 131 nachsehen kann. Aber Leibnitz läßt sich nicht bedeuten,wie man aus seinem folgenden Briefe vom 26. September 1692sieht. „Ich sehe nicht," sagt er S. 137, „warum man nicht mehreredieser nur scheinbar verschiedenen Meinungen vereinigen sollte, dieman über die runde Gestalt der Tropfen, über die Schwere der irdi-schen Körper und über die Attraction der Planeten vorgetragen hat.Ich glaube, man kann im Allgemeinen sagen, daß die Materie aufunendlich verschiedene Arten, nach allen Seiten und doch mit einerunilorms «Mormits bewegt wird, engorls qu'il sn a peut-ötre eZa-lement en taut sens. Diese Bewegung muß dann dienen, die Gestaltder Körper zu bilden und zugleich sie zu bewegen. Denn diese Kör-per nehmen offenbar diejenige Stellung ein, in welcher ihre Bewegungam wenigsten gehindert wird; sie accommodiren sich gleichsam untereinander, und so wird es kommen, daß sich die Getrennten vereinigen,und daß die bereits Vereinigten nur mit Mühe wieder von einandergetrennt werden können." Daraus sucht er nun S. 138 abzuleiten,wie auf diese Weise die runde Gestalt der Erde sowohl, als auch dienahe kreisförmige Bewegung der Planeten um die Sonne aus derBewegung jener Alles umgebenden deferirenden Materie entstehenkönne. Die gegen diese Ableitung von Huygens vorgebrachten Ein-wendungen will er nicht gelten lassen, und deckt dafür einen andernEinwarf gegen sein System selbst aus. „Man kann dagegen einwen-den," sagt er, „daß die Oberflächen mehrerer concentrischer Kugeln,die aus ihrem Mittelpunkte beleuchtet werden, alle dieselbe Quan-tität des Lichtes erhalten, während man dies von der Attraction, dieihren Sitz in demselben Mittelpunkte hat, wohl bezweifeln darf. Ich