Band 
Dritter Band.
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Wks^vell, ^»tronom^.

sind, nicht angemessen waren, zu Grunde gegangen seyn. Kann unöder Verfasser dafür stehen, daß dies Letzte nicht in der That auf un-serer Erde, und vielleicht schon mehr als einmal geschehen ist? Wieviele Geschlechter von Thieren und Pflanzen der Vorwelt, deren Ueber-reste wir noch finden, sind ganz von der Erde vertilgt worden! DerOcean hat vor Jahrtausenden ganze Länder, vielleicht ganze Welt-theile, mit seinen Fluthcn bedeckt und wieder trocken gelegt, wodurchMiriaden von vegetabilischen und animalischen Geschöpfen zu Grundegegangen sind. Wir sehen jetzt natürlich nur noch daS, was übriggeblieben ist, waö den Kampf bestanden hat und dem Untergänge ent-flohen ist, und dieö scheint uns denn allerdings gar schön zu einanderzu paffen. So sehen wir auch nur die Bäume, die auS ihrem Sa-men entsprossen und fröhlich aufgewachsen sind. Aber wo sind dieje-nigen hingekommen, die im Keime schon zu Grunde gegangen, ja dienicht einmal zum Keimen gelangt sind? Jeder erwachsene Eichbaumwirst jährlich viele Tausende von Eicheln ab, von denen allen oftnicht einzige wieder einen Eichbaum gibt. Haben sie deßhalb alle ihreBestimmung verfehlt? WaS wissen wir von der Bestimmung derNatur, von dem Zusammenhange des Ganzen, obschon wir diese Dingeimmerfort im Munde führen? Wenn wir die in der That außeror-dentliche Fruchtbarkeit mancher Fische und Pflanzen betrachten, diejährlich viele Millionen von Eiern und Samen geben, von welchenmeistens nur der kleinste Theil, ja oft gar keiner, auch nur zum Kei-men kömmt, so können wir kaum umhin, die Natur als eine Ver-schwenderin anzuklagen. Aber wie, wenn sie nur uns Kurzsichtigen soerschiene, und wenn eben diese scheinbare Verschwendung, ganz eben so,wie jene Überschwemmungen und Erdbeben, mit denen sie ihre eige-nen schönen Gebilde wieder zerstört, wenn dieß alles in ihrem Planeläge? Wie, wenn der höchstweise Urheber dieser Natur absichtlich eineso erstaunenswerthe Produktionskraft in sie gelegt hätte, damit, wennauch nur der millionste Theil davon inS Leben tritt, die Welt schonvon Geschöpfen wimmeln muß, so daß Krieg, Pest, Feuer und Wasser,daß die Verschwörung aller Elemente ihr durchaus nichts anzuhabenvermögen? — Wie dieß übrigens auch seyn mag, immer ist diese An-sicht größer, und daher auch der Natur, die selbst unendlich groß ist,angemessener, als jene kleinliche, die ins Einzelne hcrabsieigt, und je-des Räderchen in dem ungeheuren Uhrwerke, selbst die verbogenen undzerbrochenen, mit Verwunderung anstaunt, ohne auch nur zu wissen,wie es mit den ihm nächsten Theilen der großen Ganzen zusammen-