Band 
Dritter Band.
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>VbsrveII, ^stronom^.

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hängt. Diese guten Leute möchten unö ihre allzeitfcrtige Bewunde-rung von Dingen, die sie ganz eben so wenig, als wir alle, verstehen,so gern, bald als Gelehrsamkeit, balv als fromme Demuth verkaufen,da sie doch nur durch jenes ihre Unwissenheit, und durch diesesihre Eitelkeit verrathen. Denn in Geheim wissen sie sich oft nichtwenig darauf einzubilden, der Natur ihre Geheimnisse abgelockt, undden dichten Schleier, wie sie wähnen, gelüftet zu haben, mit welchemsie ihre Absichten vor den blöden Augen aller übrigen, wen-ger begün-stigten Menschen verborgen hat.

Unser Verfasser ist übrigens nicht so verblendet, daß er nichtmehrere Einwürfe, die man ihm machen könnte, selbst voraussieht.Aber einmal eingenommen für seine Ansicht, oder vielmehr, einmalentschlossen, den ihm von seinem Oberen gewordenen Auftrag zu er-füllen, bemerkt er nicht, oder scheint er doch nicht zu bemerken, daßseine Widerlegungen dieser Einwürfe sehr schwach, und oft sogar derArt sind, daß sie mehr gegen als für ihn sprechen. So wirst er sichz. B. selbst ein, daß in der erwähnten jährlichen Periode deö ganzenvegetabilischen Lebens das Treiben der Blätter, der Blüthen undFrüchte offenbar von äußeren Einwirkungen, b.sondcrö von der Tem-peratur, abhängig sey, und daß daher, wenn der Wechsel der JahreS-reSzeiten ein anderer wäre, auch jene Erscheinungen an den Pflanzensich ändern würden, wie wir in der That in denjenigen Jahren sehen,wo z. B. der Frühling viel früher oder später eintritt als gewöhnlich.„Allein eS gibt," sagt er dagegen, „andere Erscheinungen an derPflanzenwelt, die nicht bloß von diesen äußeren Einflüssen, sonderndie unmittelbar von der inneren Struktur der Pflanzen abhängen."Uud welches sind die Erscheinungen? — „Die Alpenpflanzen," fährter fort, „warten nicht auf die größere Sonncnwärme der späterenMonate deS JahrcS, denn man sieht ihre Blüthen noch unter der winterli-chen Decke des Schnees sich entwickeln; und unsere Fruchtbäume, in diegemäßigte Zone südlich von dem Acqnator verpflanzt, fahren noch ei-nige Jahre nach ihrer Transplantation fort, ihre Blüthen zur ZeitdeS Frühlings der nördlichen Hemisphäre zu entwickeln, vbschon dieß,auf der anderen Seite deS AcguatorS, die Zeit deS Herbstes ist." —Beweist dies, was es beweisen soll? Beweist es nicht vielmehr dasGegentheil, da er selbst gesteht, daß die Pflanzen diese Gewohnheitnur einige Zeit durch fortsetzen, aber dann in die neue Ordnung derDinge sich willig fügen? — Wenn aber diese Bäume in wenig Jah-ren schon eine Störung ihrer Periode von vollen sechs Monaten