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plötzliche und beträchtliche neue Ausdehnung erhält, wie denn allgemein, bekannt ist, daß gläserne Flaschen und selbst sehr starke metalleneGefäße, wenn sie mit Wasser gefüllt werden, beim Gefrieren diesesWassers zerspringen. Die Folge dieser neuen und starken AuSdeh-j nung deö zu Eis gewordenen Wassers ist, daß das Eis leichter ist,^ als jedes Wasser von irgend einer Temperatur, und daß eS dahers auch in jedem Wasser oben schwimmen muß. Wäre dies nicht, er-t hielte das Wasser im Augenblick des GefrierenS nicht diese neue,starke Ausdehnung, so würde das Eis in einem nur etwas wärmeren; Wasser als 3".5 zu Boden sinken, und nur in solchem Wasser schwim-' men können, das kälter als 3 ".5 ist, während es jetzt, wie gesagt, injedem Wasser schwimmt. Dadurch werden die eisigen Reste des Win-! terS, welche im ersten Frühling unsere Flüsse führen, auf die Ober-^ fläche derselben gebracht, wo sie bald durch die Einwirkung der wär-l meren Sonne schmelzen und vergehen. Dadurch werden auch dieEisberge, die sich von den starren Ufern der Polarmeere ablösen, undden südlicheren Gegenden zugehen, allmälich geschmolzen, da sie, ihrer. großen Laste» ungeachtet, auf der Oberfläche des Meeres schwimmen,und von der sie umgebenden wärmeren Luft und den Sonnenstrahlen> sowohl, als auch von dem wärmeren Wasser der südlichen Gegendenallmälich wieder zu ihrem früheren flüssigen Zustande zurückgeführtwerde».
Sonach scheint denn der gegenseitige Einfluß der Temperatur unddeö Wassers auf unsere Erde mit großer Umsicht abgewogen zu seyn.DaS Wasser wird durch die Kälte verdichtet, und mildert eben dadurchdie Temperatur der verschiedenen Zonen sowohl, als auch der Jahres-zeiten. Wenn aber diese Verdichtung des Wassers bis zu dem eigent-lichen Gefrierpunkte ununterbrochen fortschritte, so würde dadurch, wiewir gesehen haben, ein großer Theil der Erde in ewige Fessel vonEis geschmiedet werden. Indem aber, durch eine leise Modificationjenes Gesetzes, die Verdichtung des Wassers nur wenige Grade vordem Gefrieren desselben aufhört, wird jenes Unglück gänzlich von unsentfernt, und indem überdies das Wasser, im Augenblick des Gefrie-renS, eine neue, noch viel stärkere Ausdehnung erhält, wird auch da-durch die winterliche Eisdecke schnell aufgelöst, die sich sonst alle Jahretief in den Sommer hineingezogen, und auf das Leben der Pflanzenund Thiere nicht anders als sehr nachteilig eingewirkt haben würde.
Mehrere andere, nicht minder schöne Bemerkungen über dieselbenGegenstände finden die Leser S. 85—110, auf die wir hier aus