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Dritter Band.
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>Vbevvell, ^stronom^.

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dar bestehen werden. Allein alle diese Gleichnisse, so schön sie auchder kunstvollste Pinsel des Malers ausschmücken mag, sind doch nurTäuschungen unserer Phantasie, nur Beweise unserer Unkenntniß deri Natur. Diese Wälder vermodern, wenn ihre Zeit gekommen ist;diese Berge verlieren mit jedem Tage von ihrer Höhe; der Oceanzieht sich von seinen Gestaden zurück und vertrocknet, und auch dieseSonne, und mit ihr alle Gestirne des Himmels, sie werden alle der-maleinst verlöschen, und von ihnen allen wird dort oben, wie vonBabylon und Karthago hier unten, keine Spur mehr gefunden werden.Auch diesen Gestirnen, diesem unermeßlichen Wald von Welten, istdemnach eine Gränze gesteckt, Auch sie werden, wenn sie verblühthaben, fallen, wie die welken Blätter unserer Bäume, den Winden! zum Spiele hingegeben, und dieselbe Woge, die sie so lange getragenhat, wird sie, wenn ihre Zeit gekommen ist, auch Hinabziehen in dieewige Nacht. Das Ephemeren lebt nur wenige Stunden; ver Mensch,

! wenn das Glück ihm günstig ist, achtzig Jahre; Reiche und Nationeni zählen ihre Lebensdauer nach Jahrhunderten; unsere Gebirge nachvielen Jahrtausenden, und die Gestirne des Himmels, an deren Be-wegungen wir diese Jahrtausende abmessen, vielleicht noch Milliardensolcher Perioden — aber wenn einmal ihre Dauer um, und ihre! Bestimmung erfüllt ist, wenn einmal auch die Gewichte dieser großenWeltenuhr abgelaufen sind, dann wird auch sie still stehen, und vonallem, was da war, wird nichts mehr seyn, als der Moder derVerwesung, aus dem nur durch den Hauch der Allmacht wieder ei«anderes Leben in neuen Formen, eine neue Welt hervorgehen kann,wie hier unten, nach jeder winterlichen Erstarrung unserer Fluren,der kommende Frühling wieder Leben über sie ausgießt, und neueGebilde aus dem erstorbenen Boden hervorruft.

Die drei letzten Kapitel des zweiten Buches widmet der Verfasserder Untersuchung, ob die drei Naturgesetze, der allgemeinen Schwere,der Bewegung und der Friction, die zweckmäßigsten auS allen mög-lichen, und daher eben die mit weisem Vorbedacht gewählten seynlmögen. — Nach einigen propädeutischen Betrachtungen über unser^Unvermögen, Fragen dieser Art genügend zu beantworten, da eSkeineswegs in unserer Macht steht, das Ganze der gegenwärtigenNatur, und noch weniger des gränzenlosen Reichs der Möglichkeitenzu übersehen, geht er zu der näheren Betrachtung deS ersten der drei^erwähnten Gesetze über, nach welchem nämlich jedes Maffenelcmentalle anderen Elemente des Universums im verkehrten Quadrate seiner

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