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Dritter Band.
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VV'kervsII, ^stronomx.

Entfernung anzieht. Nach diesem Gesetze werden z. B. drei Planeten,die in der Entfernung 1, 2 und 3 von der Sonne abstehen, vondieser in den Verhältnissen 1, und '/g angezogen, und diesePlaneten beschreiben zugleich, in Folge desselben GesetzeS, Linien derzweiten Ordnung oder sogenannte Kegelschnitte, in deren einem Brenn-punkte die Sonne liegt. Betrachtet man aber die Bewegung derKörper in geringen Höhen über der Oberfläche der Erde, wo daherdie Entfernungen derselben von dem Mittelpunkte der Erde, in Be-ziehung auf den Halbmesser der letzten, alle als unter sich gleich,also auch die auf sie wirkende Kraft der Erde als constant angenom-men werden kann, so findet man, daß, vermöge dieser Gesetze, dieauf der Oberfläche der Erde frei fallenden Körper sich so bewegen,daß ihre Geschwindigkeiten den Zeiten und die von ihnen zurückgeleg-ten Räume den Quadraten dieser Zeiten proportional sind. Auf diesezwei Sätze lassen sich bekanntlich alle Bewegungen reduziren, die wiram Himmel und auf der Erde beobachten.

ES entsteht nun die Frage, ob dieses Gesetz der allgemeine»Schwere, dessen Entdeckung wir bekanntlich Newton verdanken, daSbeste und zweckmäßigste aus allen anderen ist, oder, da die so ge-stellte Frage für uns vielleicht unbeantwortbar seyn wird, ob sichwenigstens mehrere Vortheile angeben lassen, welche diesem Gesetzeausschließend zukommen?

Zuerst läßt sich, allerdings nur durch Rechnungen, die hier nichtnäher angeführt werden können, zeigen, daß eS um die Einrichtungder Natur sehr übel stehen würde, wenn der Urheber derselben irgendein directeS Verhältniß der Kraft zur Entfernung gewählt hätte,d. h. wenn die Kraft der Anziehung eines Körpers auf einen anderenmit der Entfernung derselben zunehmen möchte, während sie fetzt,wie das Quadrat dieser Entfernung, abnimmt, und daß daher allediese direkten Verhältnisse, als unzweckmäßig, ausgeschlossen werdenmüssen. Wenn z. B. die Kraft sich dircct, wie die erste Potenz derEntfernung verhielte, so würden zwar noch alle Planeten und Kome-ten, wie vorhin, Linien der zweiten Ordnung beschreiben; ober dieSonne würde nicht mehr in dem Brennpunkte, sondern sie würde indem Mittelpunkte dieser Linien stehen, und, bei geschlossenen Bahnen,würden die Umlaufszeiten aller dieser Körper um die Sonne unter;sich vollkommen gleich seyn, so daß z. B. Merkur und Uranus inderselben Zeit sich um die Sonne bewegen würden, während fetztdie Umlaufszeit des ersten dieser Planeten uur 88 Tage, die deS