VV'keweN, Historx' ok inäuct. soisncs«.
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hatte den schlummernden Reformationsgeist in ihm mächtig aufgeregt.Die trockenen Abstraktionen des Aristoteles und die poetisch-hyperphy-stschen Fictionen Plato's hatten, durch eine sonderbare Wahlverwandt-schaft zweier so heterogener Elemente, zuerst die mystischen Neupla-toniker, und, im Mittelalter, die silbenstechende, oft bis znm Aberwitzgetriebene Pedanterie der scholastischen Philosophen erzeugt, undda aus den Bemühungen aller dieser Leute gar keine eigentliche Be-reicherung unserer Erkenntniß hervorging, so war es wohl zu erwar-ten, daß ein Mann von Bacon'S Geist die so viele Jahrhunderte durchunergiebige Quelle zu verlassen, und eine andere mehr versprechendeaufzufinden sich bewegt finden, und daß dadurch ein Mann seines Ge-wichtes der gesammten Wissenschaft selbst eine neue Richtung gebenmußte. Seit dieser für alle Zeiten merkwürdigen Epoche unserer Li-terargeschichte sind die besseren Köpfe seiner Landsleute alle dem neuenBorn der Erkenntniß zugeeilt, besonders seit dem mächtigen Impuls,den Newton, der Heerführer dieser neuen Philosophie, durch sein Bei-spiel und durch seine unsterblichen Entdeckungen in den Fundgrubendieser Wissenschaft gemacht hat, und ihre Nachbarn jenseits deö Kanalshatten Besonnenheit und gesunden Sinn genug, bald darauf denselbenWeg einzuschlagen, was sie zu bereuen bisher noch keine Ursache ge-funden zu haben scheinen.
Bacon trat aber mit der neuen Methodenlehre seines OrganonSnicht sogleich hervor, sondern er sendete diesem, gleichsam zur Vorbe-reitung der Geister auf die neue Erscheinung, fünfzehn Jahre frühersein großes Werk voraus: vo üiZnitats et sugmentis soisntisrum(London 1605, deutsch von Pfingsten, Pesth 1783), in welchem ereine historische Uebersicht der Leistungen aller einzelnen Wissenschaftenvon den ersten Griechen bis auf seine Tage ausstellte, und dadurchseine Zeitgenossen auf die Höhe erhob, von der allein sie mit ihmjenen Ueberblick gewinnen, und die Nothwendigkeit der darauf zugründenden Reform der gesammten menschlichen Forschungen selbst zubeurtheilen und mit vereinten Kräften auszuführen hoffen konnten.
Ein ähnliches Unternehmen will auch unser Verfasser durch seinegegenwärtige „Geschichte der Wissenschaft von den frühesten bis aufunsere Zeiten" vorbereiten, um demnächst darauf, wenn auch nichtwieder eine Regeneration derselben, deren es jetzt nicht mehr bedarf,aber doch das Festhalten, die Sicherung, und vor allem die nähereKenntniß und Erweiterung deS von Bacon eingeschlagenen Weges,wenn nicht durch ihn selbst, wenigstens durch seine Nachfolger zu grüu-