Wbervell, llistorz? ok inäuct. scisncss.
377
i wenn gleich ihr Klang für das körperliche Organ schon seit Jahrtau-
> senden verhallt ist.
? Noch müssen wir bemerken, daß der Verfasser unter den imluo-
> live scienceg die bei uns sogenannten Naturwissenschaften versteht,^ welche die unö durch die Sinne gegebenen Erscheinungen der Natur
zum Gegenstände haben, mit Einschluß der Mathematik, aus welcherjene Wissenschaften, als auf einer Unterlage, liegen, oder doch, wieer hofft, einmal alle liegen werden. Er hat für diese Doctrinen denNamen der induktiven gewählt, weil bei ihnen die Jnductioneine Hauptrolle spielt, indem man nämlich von speciellen Erscheinun-! gen und Beobachtungen der Natur zu allgemeinen Gesetzen übe»
> geht, unter welchen sich jene Erscheinungen in großen Gruppen zu-^ sammenfassen und erklären lassen. Demnach sind die philosophischen,
^ metaphysischen und moralischen Wissenschaften, so wie die positi-^ vcn der Jurisprudenz und Medizin, und endlich die sogenannten schö-! neu Künste von dem Umfange des gegenwärtigen Werkes auSge-
! schloffen.
>
> WaS die Uebersicht und die Einteilung des ganzen Werkes b»^ trifft, so ist die Geschichte einer jeden Wissenschaft als ein für sich^ bestehendes Ganzes behandelt worden, das aber durch die verschiede-nen Epochen seines Fortschrittes in bestimmte und zusammenhängendeGlieder getheilt ist. Diese Isolation der einzelnen Doctrinen und dieglückliche Auswahl der Epochen, welche die Gliederung derselben bil-den, gibt dem Entwürfe, dem eigentlichen Schema des Werkes einenfür alle Zeiten dauernden Werth, selbst wenn die Ausarbeitung dereinzelnen Glieder weniger vollständig wäre, als sie es in der Thatist, da den Lesern und Nachfolgern des Vers. dadurch der Raum be-. zeichnet wird, wo sie ihre Verbesserungen und Erweiterungen, wenn sie^ dieselben nothwendig finden, eintragen können.
Das Ganze ist in achtzehn Bücher vertheilt. Das erste Buchhandelt von den philosophischen Schulen Griechenlands in Beziehungauf die inductiven Wissenschaften; das zweite von der Mechanik derfesten und flüssigen Körper und der Optik der Griechen; das drittevon der griechischen Astronomie; das vierte von den inductivenWissenschaften des MittclalterS, und das fünfte von der Astronomieunter Cvpernicus, Tycho und Kepler, womit der erste Band geschlos-sen ist.
Der zweite Band enthält in ebenfalls fünf Büchern die Arbeiten