Wken'ell, llistoi^ ot Incluct. Sciences.
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jugendlichen Uebermuthe und jenem Selbstvertrauen ein, das noch keineUnfälle erfahren hat, und das mühsame Arbeiten stolz von sich weist.Erst in späteren Jahrhunderten kam man zu der Ueberzeugung, daßder Mensch nur langsam und geduldig, Strich sür Strich, das Alpha-bet erlernen müsse, in welchem die Natur uns ihre Geheimnisse lesenläßt. Jene Jugend des menschlichen Geschlechts wollte nicht mitMüh' und Arbeit vorwärts schreiten, sondern alles sogleich mit einemGriffe fassen, mit einem Blick das ganze große Buch der Natur über-schauen, und wenig bekümmert um das, was sie hier zunächst umgab,wollten sie sogleich den Ursprung des Universums entdecken. Obschonihnen dieß, wie zu erwarten, nicht gelang, so behielt doch ihre Natur-Philosophie dies erste Gepräge auch in späteren Zeiten bei, und hierinliegt zugleich die Ursache, warum sie so wenig geleistet hat. — Denersten Versuch, von den Erscheinungen der Natur eine genügende Er-klärung zu geben, findet der Verfasser in Herodot (U. 19), wo die-ser von den jährlichen Überschwemmungen des Nils die Ursache sucht.Die Exposition dieses Gegenstandes führt ihn zugleich zu dem Schluß,daß die ersten Griechen nicht, wie dies so oft behauptet wird, ihreKenntnisse von den Egyptiern oder vom Osten erhalten, sondern daßsie dieselben aus sich selbst entwickelt haben. Schon in dieser Unter-suchung Herodot'S findet er die erste Spur des großen Fehlers, unterdem die ganze griechische Philosophie litt, daß sie nämlich bei denbloßen Worten und den von diesen Worten angeregten Vorstellungenstehen blieben, während sie doch die äußern Erscheinungen hättenbetrachten sollen, durch welche diese abstrakten Worte in uns erzeugtwerden. Dieser letzte Weg, der reelle, weil er sich auf die Dinge(i'ss) außer uns bezieht, führt allein zum Ziele, während der bloßnominelle der leere Wortlaut, in die Irre leitet. Die Natur-wissenschaften der Griechen waren nicht aus der Natur selbst, sondernnur aus den Worten abgeleitet, mit welchen ihre Landsleute dieErscheinungen der Natur zu bezeichnen pflegten, und sie hatten daheralles das Vage und Unbestimmte, was diesen Worten, so wie allenWorten einer Volkssprache, eigenthümlich ist. Es fehlte ihnen nichtan Beobachtungen, so unvollkommen diese auch seyn mochten, undnoch weniger fehlte eS ihnen an Ideen über diese Beobachtungen,aber ihr großer Fehler bestand darin, daß ihre Ideen weder bestimmt,noch den Beobachtungen angepaßt genug waren, indem sie sich mehran die Worte der Sache, als an diese Sache selbst hielten. So ant-wortete, um dieß nur durch einige Beispiele zu erläutern, Thales aus