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die Frage: welches Ding das größte sey? — „Der Raum, denn alleDinge sind in der Welt, aber die Welt selbst ist im Raume." Die Unter-suchungen der Aristoteles, so spitzfindig sie auch oft sind, fangen gewöhnlichdamit an, daß das Volk über den Gegenstand, z. B. über Leerheit undRaum, also auch über den leeren Raum sich so oder so ausdrückt. Die kl,^-siosö leotiones desselben sind voll von Beispielen dieser Art, derenmehrere hier sehr zweckmäßig herausgehoben werden. In seinemWerke vs Loelo beweist er die „Vollkommenheit der Welt" mit fol-genden Worten: „Die Körper, aus welchen die Welt zusammengesetztist, sind solid, und haben demnach alle drei Dimensionen. Allein Dreiist eine sehr vollkommene Zahl. Drei ist eigentlich die erste allerZahlen. Denn von Eins sprechen wir nicht, als von einer Zahl,und statt Zwei sagen wir Beide; Drei aber ist die erste Zahl, diewir auch oft, mit All bezeichnen, und überdieß hat sie einen,deutlichenAufang, ein Mittel und ein Ende." An einem andern Orte will ererklären, warum das Sonnenlicht, wenn es durch kleine Oeffnungenvon jeder Gestalt fällt, auf dem gegenüberliegenden Boden immereine lichte Stelle von kreisförmiger Gestalt entwirft. Statt aber zubedenken, daß die ebenfalls kreisrunde Sonne ihre Strahlen von jedemPunkte ihrer Oberfläche ausgehen läßt, was ihn sogleich auf die wahreErklärung geführt haben müßte, geht er von einer supponirten kreis-förmigen Natur des Lichtes aus, und verwickelt sich in Speku-lationen über diese Natur des Lichtes und deö Kreises, die zu nichtsführen. — Man kennt die Mühe, welche sich die spätern Commenta-toren deS Aristoteles im Mittelalter gaben, seine I.setionos pli^sioaszu verstehen und ihren Lesern zu erklären. Aber es scheint, daß dieseSchwierigkeiten schon von den Griechen selbst gefühlt worden sind.SimpliciuS aus dem sechsten Jahrhundert erzählt, Alexander hätteseinem früheren Lehrer geschrieben, daß er nicht gut gethan habe, dieseLectionen öffentlich bekannt zu machen, denn, soll er hinzugesetzt ha-ben, wie sollten wir, deine Zöglinge, die andern noch übertreffen,wenn du das, was du uns gelehrt hast, allen mittheilst? — DieAntwort des Aristoteles war: Meine Lectionen sind und sind auchnicht öffentlich bekannt gemacht, denn sie werden nur denen verständ-lich seyn, die mich früher gehört haben, und allen andern nicht. —Sehen wir noch zu, wie Aristoteles beweist, daß die Welt nur ausvier einfachen Elementen bestehen könne. „Wir suchen," sagt er,„die ersten Prinzipien aller fühlbaren, d. h. aller berührbaren Dinge.Wir müssen also nicht sowohl die Gegensätze der Eigenschaften aller