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Dritter Band.
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>VkeveeII, Ilistory ok inäuet. scisnoss.

vierte endlich erzeugte die schiefe Bewegung gegen die Ekliptik (oderdie Bewegung in der Breite). CalippuS bildete dieses System nochweiter aus, wodurch eS aber auch zugleich so complicirt wurde, daßder ganze Apparat, mit welchem er die Bewegungen der Planetendarzustellen suchte, nicht weniger als 55 Sphären erhielt. DieseComplication war mehr ein Rückschritt zu nennen, da sie das ohnehinschon schwere Problem nur noch mehr verwickelte. Auch wurde dasGanze mehr auf theoretischem Wege, gleichsam als ein Problem der-reinen Geometrie behandelt, ohne sich um seinen eigentlichen Zweck derDarstellung der astronomischen Beobachtungen, eben viel zu bekümmern.

In diesem Zustande fand Hipparch diese Angelegenheit, derenWichtigkeit er bald erkannte, und die er nun, mit eigener Kraft, zuEnde führen wollte. Auch ist Hipparch als der eigentliche Gründerdieser Theorie zu betrachten, da er der erste durch Rechnung und wirk-liche Anwendung gezeigt hat, daß durch diese Theorie die Bewegungder himmlischen Körper nicht bloß dargestellt werden könnte, sondernin der That auch dargestellt wird. — Zu diesem Zwecke bestimmte ervon der Sonne: I. das Verhältniß der Halbmesser beider Kreise undder zwei Bewegungen in diesen Kreisen; II. den Ort ihrer größtenund kleinsten scheinbaren Bewegung oder das Perigcum und Apogeumihrer Bahn, und III. die sogenannte Epoche derselben oder ihren Ortfür eine bestimmte Zeit. Zu diesen drei Elementen halsen ihm vor-züglich die Beobachtungen, welche die Chaldäer lange vor ihm ange-stellt hatten, und auf diese Weise war er der Erste in den Standgesetzt, eigentliche Sonnentafeln zu entwerfen, durch welche manden Ort der Sonne am Himmel für jede gegebene Zeit durch Rech-nung bestimmen konnte, und die auch so gut mit dem Himmel über-einstimmte, als man es von den Beobachtungen seiner Zeit zu erwar-ten berechtiget war. Bald darauf stellte er auch die Bewegungen desMondes auf eine ähnliche Art dar, aber die der übrigen Planeten hin-terließ er seinen Nachfolgern, sich begnügend, ihnen den wahren Wegzu diesem Ziele gezeigt zu haben.

Man pflegt heut zu Tage etwas leicht von dieser Theorie derEpicykeln zu sprechen. Sie ist nun allerdings als falsch anerkannt,und die Complication so vieler in einander gesteckten Sphären er-scheint Manchen abenteuerlich genug, um mit vornehmem Spott aufdiese Bemühungen der Alten herabzusehen. Aber eS sey uns erlaubt,sagt der Verfasser, zu bedenken, daß selbst eine irrige Theorie, solange man keine bessere hat, sehr werthvoll und nützlich zugleich seyn