Band 
Dritter Band.
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VVbervell, Uistorx ok inäiet. Sciences.

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wir übrigens auch das Bild nennen müssen, das hier von Kepler ge-geben wird, so können wir doch nicht beistimmen, daß ihm auch Liebezur Astrologie und, wenn wir den Verfasser recht verstehen, „Mangelan mathematischer Kunst und Methode" vorgeworfen wird. Er erklärtsich in mehreren Stellen seiner Schriften sehr bestimmt gegen dieAstrologie, und sein Werk: äe 8tkIIu ülsrlis, zeigt ein hohes mathe-matisches Talent, sowie seine Schrift „von der Ausmessung der Fässer"bereits mehrere nicht bloß hingeworfene, sondern auch in der That! ausgeführte Ideen enthält, die der damals noch unbekannten Jnfini-

! tesimalrechnung angehören. — Mit Recht wird Seite 416 gesagt,

! daß Keplcrö Entdeckung des Verhältnisses zwischen den großen Aren

! der Planetenbahnen und ihren Umlaufözeiten rvss ol grsat importsnek

, to Kevrton in lesäinK bim to tbo larv ol lks sun's altraeiive lorce.

In dem öl)'8lerium LosmoArspkioum, das 1596 herauskam, ver-suchte er die regelmäßigen sogenannten platonischen Körper den Di-stanzen der Planeten von einander anzupassen. In der Ilarmonieel munäi, die 1619 erschien, theilt er seine Entdeckung über das constanteVerhältniß des Quadrats der UmlanfSzeiten zu dem Würfel der gro-ßen Are mit. In demselben Werke wollte er aber auch noch ähnlicheVerhältnisse zwischen den Excentrizitäten der verschiedenen Planetenbah-nen finden, was ihm nicht gelang und auch nicht gelingen konnte, wo-durch er sich in phantastische Abwege zwischen diesen Excentricitätenund den musikalischen Accorden u. f. verlor. Delambre glaubt sichberechtigt, sich über diese Werirrungen des großen Mannes gewaltiglustig machen zu dürfen. Allein wie klein erscheint dieser Kritiker gegenden Getadelten! — Wenn der letzte nun zufällig doch ein Verhältnißzwischen den Excentricitäten und der großen Axe gesunden hätte, wieer eines zwischen der großen Axe und der Umlaufszeit in der That ge°

^ funden hat, so würde Delambre nicht angestanden seyn, das TalentdeS seltenen Mannes und die Erhabenheit seiner Conception anzuer-^ kennen. So beurtheilt er Männer dieses Gewichtes nicht nach ihren

! Verdiensten oder nach ihrem Fleiße, sondern nur nach ihrem Erfolge,

i Hat nicht auch Newton (Optik II., Obs 5) ähnliche Analogien zwi-

schen den Räumen, welche die prismatischen Farben deS Sonnen-l spectrumS einnahmen und zwischen den Stufen der Tonleiter gesucht

und ebenfalls nicht gefunden? Ist sein Name deßhalb weniger groß?

Auf eine ähnliche Weise wird auch die Entdeckung der zwei an-deren Gesetze KeplerS behandelt. CopernikuS hatte, wie gesagt, die