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Dritter Band.
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5VksrveII, klistoi^ ok inäict, Sciences.

Bewegungen der Planeten in Länge durch die alten Epicykel dargestellt,und die Bewegungen in Breite erklärte er durch eigene Librationendieser Epicykel, oder durch abwechselnde Erhebungen und Senkungendieser Epicykel gegen die Ebene der Ecliptik. Kepler zeigt zuerst inseinem Werke, Ls montibus stollae Msrlis, das 1609 herauskam, daßdiese Librationen nicht bestehen, „klsnu ecoentnoorum esse(gleichwiegend)," und daß die Ebenen der Planetenbahnen, alle durchdie Sonne gehen und immer dieselbe Neigung gegen die Ecliptik bei-behalten. Dieß war ein großer Schritt vorwärts, um so mehr, da erdurch Rechnung bewiesen war, und er that sich auch viel darauf zu gut.Schön wird Seite 425 gewürdigt, auf welche unvollkommene WeiseKepler zu der Entdeckung des gleichförmigen Wachsthums der ellip-tischen Sektoren gekommen ist, sowie auch die interessante NachrichtSeite 431 von Horror und Lansberg, uns wenigstens, ganz unbekanntwar. Ihr folgen die Entdeckungen der Variation und der jährlichenGleichung des Mondes durch Tycho. Weitere Vervollkommnungen derKenntniß der MondeSbahn durch Tycho, Horror, Flamstead, Bulliäld,Steet und Hallcy findet man S. 434, denen treffliche BemerkungendeS Horror über die Abweichungen folgen, welche die Beobachtungendieser Zeit boten, wenn sie mit den Berechnungen verglichen wurden,und die man nicht richtiger ausgedrückt in irgend einer Schrift deSbesten Astronomen unserer Tage finden kann.

Mit Kepler und seinem großen Zeitgenossen Galilei ist derUebergang von der formalen zu der physischen Astronomie gege-ben, wodurch diese Wissenschaft eine ganz andere Gestalt erhielt. DieVermittlung zwischen diesen beiden Gestalten wurde durch die Mecha-nik bewirkt, eine Wissenschaft, die ganz den Neueren angehört, unddurch die allein eS uns möglich ward, von den beobachteten Erschei-nungen zu den Ursachen derselben uns zu erheben. Das sechsteBuch ist der Gechichte der Mechanik gewidmet, worauf dann nach dernatürlichen Ordnung im siebenten Buche die physische Astronomieabgehandelt wird. Die Entwicklung der reinen Mathematik, diemit den Griechen begann, war eine nothwendige Bedingung deSFortganges der formellen Astronomie. Aber ganz eben so noth-wendig war die vorgängige Ausbildung der Mechanik zur Existenzder Astronomie. Beide Wissenschaften, die Mathematik und dieMechcnik, wurden ohne Zweifel ihrer selbst willen cultivirt, abersie waren die Werkzeuge, durch welche allein die Astronomie ihregegenwärtige hohe Ausbildung erreichen konnte. Hätten die Griechen