Wtie^vell, Listoi^ ol iuäuet. Sciences.
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lr'che Eintheilung der Bewegung in eine natürliche und gewaltsame,die Aristoteles zuerst aufgestellt hatte, hinderte alle seine Nachfolger,selbst den Galilei, noch lange Zeit, sich über die Bewegung eine klareIdee zu bilden. Nachdem Galilei in seinen früheren Schriften zukeiner reinen Ansicht seines Gegenstandes gelangen konnte, sprach erendlich in seinen „Dialogen über Mechanik," die im Jahre 1638heraus kamen, das erste Gesetz der Mechanik deutlich aus: Llotumsuper plkliium tiorinnntale profeolum, omni soeluso impsitiinsnto, segua-dilem et psrpeluum super ipso piano esse. Sein Schüler Borellidrückt dieß in seiner Schrift: ve vi peroussionis 1667, allgemeinernoch dahin aus, daß die Geschwindigkeit, ihrer Natur nach, gleich-förmig und immerdauernd ist, und von da war nur ein Schrittnoch, um diesen beiden Eigenschaften auch noch die der geradlini-gen Richtung beizufügen. Man hat häufig DescarteS für den Ent-decker dieses GesetzeS angeführt, aber Seite 24 wird dies mit gutenGründen als falsch bewiesen. Zwar sind wir beinahe überall in derNatur mit solchen Bewegungen umgeben, die keine von diesen dreiEigenschaften besitzen, aber man sah bald, daß daran der Widerstandder Lust, die Reibung u. dgl. die Schuld trägt. Eine, und zwardie auffallendste dieser Bewegungen, der Fall der Körper gegen dieErde, ließ sich aber durch diesen Widerstand nicht erklären, da dieGeschwindigkeit der senkrecht fallenden Körper mit der Zeit nicht ab-,sondern vielmehr zunimmt. Diese Erscheinung also war mit jenemGesetze im Widerspruch, oder ließ sich wenigstens aus ihm allein nichterklären, und noch weniger konnte man daraus die krumme Linieableiten, welche die auf der Oberfläche der Erde, schief gegen denHorizont geworfenen Körper beschreiben. Diese beiden Phänomene zuerklären, mußte man viel weiter gehen, und sich bis zu dem reinenBegriffe einer Kraft, und zwar einer accelerirenden (oder stetig im-merwirkenden) Kraft erheben. Jene Erscheinungen der geradlinigenund unveränderlichen Geschwindigkeit, die daö erste Gesetz (der Träg-heit) forderte, konnten nur dann wahrhaft Statt finden, wenn eine,bloß einen Augenblick wirkende Kraft den Körper bewegt und ihndann sich selbst überläßt, ohne weiter auf ihn einzuwirken. Wennaber eine immerfort wirkende Kraft auf den bereits in Bewegungbegriffenen Körper einwirkt, so wird sie die Geschwindigkeit des be-wegten Körpers auch immerfort ändern, und selbst die Richtung dieserGeschwindigkeit wird nicht dieselbe bleiben können, wenn anders die Rich-tung dieser Kraft nicht mit der Richtung deö bewegten Körpers selbst zusam-